Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude. Bildinformationen anzeigen

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Mitteilung

Digital oder Analog – zwei Wege zum Sprachenlernen

„The Road Not Taken – The Road Taken“ – inspiriert von der Poesie des amerikanischen Dichters Robert Frost hielten Prof. Dr. Ilka Mindt, Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Paderborn, und Yasemin Kaymak, Lehrerin und ehemalige Studentin der Universität Paderborn, einen Vortrag über das erfolgreiche Einsetzen von digitalen Medien im Englischunterricht. Die beiden Wege repräsentierten hierbei die Nutzung von neu-digitalen Methoden und den Einsatz analoger Methoden. Erläutert wurden die verschiedenen digitalen Ansätze anhand des Modelles der „4 Level zur Integration digitaler Medien“ von Dr. Ruben Puentedura.

Beide Vortragenden präsentierten anhand von verschiedenen Beispielen im englischen Sprachunterricht neue digitale Methoden zum erfolgreichen Lernen und Lehren von Sprachstrukturen, Vokabular sowie ihrer Anwendung. Die Veranstaltung wurde dabei in zwei Bereiche geteilt: Mindts Schwerpunkt lag auf der Sprachwissenschaft und darauf, wie durch digitale Verfahren bewusste sowie auch unbewusste Einsichten im sprachlichen Lernverstehen der Schüler und Schülerinnen ermöglicht werden könnten. In ihren Ausführungen wurde deutlich, dass digitale Medien problemlos als Ersetzung, Erweiterung und Modifikation sowie auch als Transformation analoger Fachdidaktik eingesetzt werden könnten – und dies möglicherweise sogar mit einem größeren Lernerfolg. Durch visuelle und spielerisch-aktive Veranschaulichung von schwierigen Thematiken könne den Schülern und Schülerinnen die Lösung eines Problems nähergebracht und ihr Verständnis für die Strukturen einer Sprache gefördert werden. Jedoch betonte Mindt ebenfalls, dass immer auch das Nutzen analoger Methoden möglich wäre und dass das eine das andere nicht ausschließen würde.

Kaymak, die ihren Schwerpunkt auf die Sprachpraxis und somit die aktive Anwendung der Fremdsprache legte, schilderte von persönlichen Erfahrungen im Klassenraum und berichtete von einer gesteigerten Motivation der Schüler und Schülerinnen zum Lernen von Fremdsprachen im Zusammenhang mit digitalen Medien. Auch das außerschulische Lernverhalten würde positiv beeinflusst und die Kinder seien stärker daran gebunden, sich aktiv mit den Inhalten des Unterrichts auseinanderzusetzen. Des Weiteren erläuterte sie, dass anhand von digitalen Medien den Kindern eine authentische Sprachlernumgebung vermittelt und ihre Motivation zum Anwenden der Sprache dadurch gesteigert werden könne.

Mindt und Kaymak verdeutlichen, dass der Einsatz von neuen digitalen Medien im Sprachunterricht sich durchaus sinnvoll und förderlich auf Sprachwissenschaft und -praxis auswirken und das Lehr-Lernverhalten von Schüler und Schülerinnen sowie auch den Lehrpersonen positiv steigern kann. Zugleich betonen sie jedoch ebenfalls, dass der Einsatz digitaler Medien nicht den Einsatz analoger Methoden ausschließt und eine ausgewogene Balance zwischen beiden Wegen möglich ist.

Text: Julia Hachenberg im Rahmen der Ringvorlesung "Mobile Medien im Schulkontext"

Die Universität der Informationsgesellschaft