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Im Juni 2018 sprach der britische Journalist und Redakteur Gary Younge vom „Guardian“ mit Interessierten unter anderem über Waffengewalt in Amerika. Bildinformationen anzeigen
Bei wissenschaftlichen Kolloquien steht der direkte Austausch im Fokus. Bildinformationen anzeigen
An der Universität Paderborn finden in allen Bereichen und zu vielfältigen Themen Kolloquien statt. Bildinformationen anzeigen
Weitere Informationen zu aktuellen Kolloquien und Terminen gibt es im Veranstaltungskalender auf der Webseite der Universität Paderborn. Bildinformationen anzeigen

Wissenschaftliches Kolloquium

Im Juni 2018 sprach der britische Journalist und Redakteur Gary Younge vom „Guardian“ mit Interessierten unter anderem über Waffengewalt in Amerika.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Wissenschaftliches Kolloquium

Bei wissenschaftlichen Kolloquien steht der direkte Austausch im Fokus.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Wissenschaftliches Kolloquium

An der Universität Paderborn finden in allen Bereichen und zu vielfältigen Themen Kolloquien statt.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Wissenschaftliches Kolloquium

Weitere Informationen zu aktuellen Kolloquien und Terminen gibt es im Veranstaltungskalender auf der Webseite der Universität Paderborn.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Wissenschaft als „Verteidigung für Demokratie” – March for Science-Talk im AStA-Stadtcampus

Am 14. April fand im AStA-Stadtcampus der Universität Paderborn der „March for Science-Talk“ statt. Als Beitrag zum internationalen „March for Science“ (Marsch für die Wissenschaft) trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Universität zu einer Podiumsdiskussion zu den Themen Fake-News und Verantwortung von Wissenschaft.

Es diskutierten: Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, Prof. Dr. Merle Tönnies, Sprecherin des Senats und Anglistin, Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Freese, Amerikanist, sowie Prof. Dr. Volker Peckhaus, Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorstandsmitglied des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) Matthias de Jong.

„Das Problem in Amerika ist ein starker Widerstand gegen das Intellektuelle – und das schon in den Schulen“, meint Peter Freese mit einem Blick auf das Bildungssystem in den USA. In über 1.000 Schulen würde die Evolutionslehre überhaupt nicht gelehrt werden, es mangele an Geschichtskenntnissen, ebenso sei die Allgemeinbildung erschreckend niedrig: „Ich sehe in fehlender Bildung eine Gefahr für die Demokratie.“

Merle Tönnies sieht die Lage in Großbritannien entspannter als in den USA, aber auch hier wirke sich der „Brexit“ auf die Freiheit von Wissenschaft negativ aus: „Es ist daher sehr wichtig, dass wir unsere Studierenden im kritischen und wissenschaftlichen Denken ausbilden.“ Dabei gehe es besonders darum, politische Aussagen und Umstände im Rahmen des gesellschaftlichen Kontextes zu hinterfragen bzw. einzuordnen.

„Unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen liefern nicht nur Fakten, sondern auch Theorien und Modelle“, gab Volker Peckhaus zu bedenken. Es sei für Außenstehende nicht immer leicht, dies zu unterscheiden. Eine Tatsache stehe fest: Ein Modell sei in einer Situation gut, in einer anderen aber völlig unbrauchbar. Wettermodelle würden beispielsweise gute Ergebnisse für die kommenden Tage liefern, Prognosen über längere Zeit seien aber meist falsch.

Birgitt Riegraf setzte sich ausführlich mit der Aufgabe von Wissenschaft auseinander: „Freie Forschung und Wissenschaft bildet eine zentrale Säule der Demokratie.“ Es gehöre dazu, dass Forschung auch Erkenntnisse liefern könne, die der Politik nicht gefallen. „Unsere Verantwortung ist es, ein Verständnis von Wissenschaft in die Gesellschaft zu tragen. Das ist nicht immer einfach, da meist komplizierte Sachverhalte verständlich erklärt werden müssen“, merkte Riegraf an. Auch offener Diskurs und Streit gehörten für sie zur „Verteidigung der Demokratie“.
 

Text/Fotos: Johannes Pauly

Die Universität der Informationsgesellschaft