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In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L. Bildinformationen anzeigen
Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause. Bildinformationen anzeigen
So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten. Bildinformationen anzeigen
Der Innenhof des Gebäudes Q. Bildinformationen anzeigen
Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes. Bildinformationen anzeigen

Die Universität Paderborn bei Nacht

In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Der Innenhof des Gebäudes Q.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

| Pressemitteilung

Leichtere Fahrräder und schnellere E-Autos – Jugendliche diskutierten mit Doktoranden der Universität Paderborn über die Mobilität von morgen

Ganz nah dran an der aktuellen Forschung waren am Montag, 10. Juli, 60 Schülerinnen und Schüler vom Paderborner Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg und vom Gymnasium Theodorianum. Bei einem Wissenschaftscafé diskutierten die Jugendlichen mit 15 Doktoranden aus dem NRW-Fortschrittskolleg „Leicht-Effizient-Mobil“ der Uni Paderborn zum Thema „Mobilität leicht gemacht – aber nachhaltig!“. An sechs Thementischen ging es um Elektroautos, Hilfen für Menschen mit Einschränkungen und Hybridmaterialien.

„Was könnte das wohl sein?“ Björn Landgrebe hält ein graues Kunststoffschwert nach oben. An dem Thementisch des jungen Wissenschaftlers geht es um Hilfsmittel für Sportler mit eingeschränkter Mobilität. Aber für welche Sportart braucht man ein solches Teil? Zehn Schülerinnen und Schüler rätseln wild durcheinander. „Hockey“, schlägt schließlich ein Schüler vor. Tatsächlich: Bringt man das schwertförmige Kunststoffteil vorne an einem Rollstuhl an, kann ein gehbehinderter Sportler damit einen Puck schießen. Inspiriert von diesem Beispiel fallen den Jugendlichen noch mehr Hilfsmittel ein, mit denen behinderte Menschen oder Senioren Sport treiben könnten. Was ist zum Beispiel mit einer Stoßhilfe für gehbehinderte Senioren, die gerne kegeln?

Nicht nur an diesem Thementisch werden fleißig Ideen gesammelt. 60 Oberstufenschüler/innen von Berufskolleg und Gymnasium diskutieren in einem Seminarraum gemeinsam mit 15 Doktorandinnen und Doktoranden aus dem Fortschrittskolleg Leichtbau über die Mobilität der Zukunft. Es ist eine Win-Win-Situation: Die Jugendlichen lernen aktuelle Forschungsprojekte kennen und dürfen den Wissenschaftlern Löcher in den Bauch fragen. Die Doktoranden wiederum bekommen von den Schülerinnen und Schülern praxisnahe Denkanstöße zu ihren Forschungsthemen. „Die Sportgeräte, die sich die Jugendlichen für mobilitätseingeschränkte Menschen überlegt haben, sind für uns Leichtbauer sehr interessant“, sagt Dr. Silvia Dohmeier-Fischer, Geschäftsführerin des Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen.

Im NRW-Fortschrittskolleg „Leicht – Effizient – Mobil“ forschen Doktoranden aus Physik, Chemie, Soziologie und Ingenieurwissenschaften gemeinsam. Die Forschungsprojekte sind hochkomplex. Um sie den Jugendlichen alltagsnah zu erklären, haben sich die Kollegiatinnen und Kollegiaten deswegen einiges einfallen lassen. Elektroautos, Fahrräder und Prothesen: Das sind nur einige der Produkte, die sich mit leichteren Materialien verbessern lassen. Aber sind die Lösungen der Wissenschaftler auch umweltfreundlich? Das ist eine der Fragen, die im Wissenschaftscafé heiß diskutiert wird.

„Kennt ihr Spritzgebäck?“, fragt Andreas Wolk. Mit dem Beispiel erklärt er den Schülern, wie Kunststoffpulver und andere Stoffe zu Hybridmaterialien verarbeitet werden. Eine Möglichkeit ist es, Holz mit Kunststoff zusammenzuführen – woraus sich dann aber neue Fragen ergeben. „Kommt das dann in den Bio- oder Plastikmüll?“, will Kollegs-Koordinatorin Dr. Nathalie Weiß-Borkowski von den Schüler/innen wissen. Es ist den Forscher/innen wichtig, die Meinung der Jugendlichen zu diesen Zukunftsthemen zu hören. Es gehört schließlich zum Konzept von Fortschrittskollegs, transdisziplinär zu arbeiten – also Laien, in diesem Fall Jugendliche, in die Forschung mit einzubeziehen. Das NRW-Fortschrittskolleg „Leicht – Effizient – Mobil“ an der Universität Paderborn ist eines von nur zwölf Kollegs dieser Art in Nordrhein-Westfalen.

„Ich war sehr überrascht, wie viel Wissen die Schüler mitgebracht haben“, zieht Kollegiat Alex Dridger nach drei Stunden engagierter Diskussionen Bilanz. Auch die Jugendlichen sind von dem Einblick in die Forschung begeistert. „Die Expert/innen sind auf alle Fragen eingegangen“, lobt ein Schüler. Die beteiligten Lehrer sind von dem Konzept ebenfalls überzeugt. Die Schulen und die Universität wollen nach diesem erfolgreichen Auftakt ihre Kooperation weiter ausbauen – mit weiteren Wissenschaftscafés, aber auch mit Praktikumsangeboten.

Die Universität der Informationsgesellschaft