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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Lehramtsstudiengang Ernährungslehre an der Universität Paderborn offiziell gestartet – In NRW einzigartiges Studienangebot bildet Lehrkräfte für Gymnasien und Gesamtschulen aus

Zum Wintersemester 2016/17 starteten 82 Studierende an der Universität Paderborn erstmals in den neu eingerichteten Lehramtsstudiengang Ernährungslehre für Gymnasien und Gesamtschulen. Am Donnerstag, 27. Oktober, wurde der Studiengang nun offiziell mit einer Auftaktveranstaltung vorgestellt.

Prof. Dr. Helmut Heseker, Professor für Ernährungswissenschaft an der Universität Paderborn, begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter des Faches, der Universität, der Bezirksregierung, der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung sowie zahlreicher Gymnasien und Gesamtschulen der Region. „Ich bin stolz darauf, dass es uns so schnell – in nur eineinhalb Jahren – gelungen ist, den Studiengang zu konzipieren und zu akkreditieren.“

Die Glückwünsche der Hochschulleitung zum Start des Studienganges überbrachte Simone Probst, Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung der Universität Paderborn, die sich in ihrem Grußwort auch an die anwesenden Erstsemester wandte: „Ich bin positiv überrascht, dass der Studiengang mit über 80 Studienanfängerinnen und -anfängern so toll angenommen wurde. Wir werden alles tun, Sie bestmöglich im Studium zu betreuen.“ Die Einrichtung des Studienganges sei zukunftsweisend für die Universität und trage zur Einzigartigkeit des Profils der Hochschule bei, so Probst. Bei allen Beteiligten bedankte sich auch Prof. Dr. Torsten Meier, Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften. Das neue Studienangebot runde das naturwissenschaftliche Studienprogramm Paderborns hervorragend ab.

Prof. Dr. Bardo Herzig, Direktor des Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ), erläuterte den hohen Stellenwert der Lehrerbildung an der Universität mit rund ein Drittel „Lehrämtlern“ bei nun über 20.000 Studierenden. Mit Ernährungslehre erhalte Paderborn ein Fach mit hoher inhaltlicher Attraktivität. Allerdings gelte es, die Bekanntheit des Fachs an den Schulen der Region weiterhin zu erhöhen, appellierte Herzig.

Wie bedeutend das Unterrichtsfach Ernährungslehre an den Schulen in NRW sei, erläuterte Margarete Radermacher, Ltd. Regierungsschuldirektorin und Dezernentin für Ernährungslehre der Bezirksregierung Köln: Der Unterricht vermittele Schülerinnen und Schülern die weitgreifenden Konsequenzen ihres Handelns und Konsums auf Gesundheit und Nachhaltigkeit und damit auf die Gesellschaft. Nach wie vor gebe es aber noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. „Vorurteile gegenüber dem Fach müssen konsequent abgebaut werden“, so Radermacher.

Dr. Anke Oepping, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit, stellte den Lehrplan des Studiengangs vor: Die Studierenden werden u. a. in den Bereichen Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften, Mikrobiologie, Ernährungsmedizin und Genetik ausgebildet. Aber auch die Entwicklung von Nahrungsmitteln, die sich in der medizinischen Prävention und Behandlung einsetzen lassen (Nutrigenomik), sowie die Themenbereiche der Volks- und Welternährung, Kultur und Nachhaltigkeit seien fester Bestandteil des Studienganges. Das Studienangebot existiert in dieser Form deutschlandweit nur an der Universität Paderborn.

Wie wichtig der neue Studiengang in der Lehrerbildung sei, betonte Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, in ihrem Grußwort: „Ernährungslehre ist ein Bestandteil der schulischen Verbraucherbildung und der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Als eigenes Fach an Gesamtschulen und Gymnasien in der Sekundarstufe II zählt Ernährungslehre zum naturwissenschaftlichen Bereich. Schulen können damit ihr Spektrum der naturwissenschaftlichen Fächer erweitern. Deswegen freue ich mich, dass wir nun hier in NRW auch einen lehrerausbildenden Hochschulstandort haben, an dem Lehrkräfte bestens qualifiziert werden.“

Für die Studentinnen Ann-Christin Killing und Hannah Maehling fiel die Entscheidung für den Studiengang leicht: „Wir finden es wichtig, Kinder früh an eine gesunde Ernährung und Lebensweise heranzuführen.“

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