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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Ausstellung in der Universitätsbibliothek: „Eine ‚Archäologie des Wissens‘? Displays und Dispositive zu vergessenen Lehrmaterialien der Universität Paderborn“

Die Vernissage zur Ausstellung „Eine ‚Archäologie des Wissens?‘ – Displays und Dispositive zu vergessenen Lehrmaterialien an der Universität Paderborn“ findet am 9. Februar um 16 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek Paderborn statt. In die Ausstellung einführen wird Tim Pickartz, anschließend treten drei Seminarteilnehmerinnen in Aktion: Michèle Baldes und Merle Schulte bieten ein Vermittlungsgespräch zu ausgesuchten Dingen und Displays an, Francis Kaiser wird ihre Performance "Der Sinn der Linie" durchführen. Die Angebote der Studierenden werden zum „Tag der Lehre 2016" (16. Februar) ab 16 Uhr wiederholt.

Die Ausstellung kann vom 9. Februar bis 15. März während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek besucht werden: Montag bis Freitag: 7.30 bis 24 Uhr, Samstag bis Sonntag: 9 bis 21 Uhr.

Ausstellungen machen Dinge sichtbar, die dadurch in Dialog mit Besucherinnen und Besuchern treten können. Dies gilt nicht nur für Dinge, die wir Kunst nennen, sondern auch für Fundstücke oder Alltagsgegenstände. Die Studierenden des von Tim Pickartz geleiteten Projektseminars "Ding und Display" im Fach Kunst sahen sich mit einer (An-)Sammlung von Dingen konfrontiert, die nicht nur uninteressant oder unwichtig erschienen, sondern darüber hinaus bereits als Abfall klassifiziert waren: Dias, Rollkarten, OHP-Folien, Karteikarten – Lehrmaterialien unterschiedlichster Fachrichtungen der Universität Paderborn, die weggeworfen worden waren. Sind ihre Inhalte überholt? Sind diese analogen Medien nicht mehr zeitgemäß? Wurden sie aus anderen Gründen nicht mehr genutzt? Diesen Fragen begegneten die Studierenden mit einer künstlerischen Forschung, die den Wert des profanen Einzeldings nicht in seiner Zweckhaftigkeit sucht, sondern in den ihm eingeschriebenen Mikrogeschichten – den Teil von Geschichte, den die offizielle Geschichtsschreibung übersieht. Für ausgewählte Dinge, die nun Exponate sind, wurden Ausstellungsdisplays entwickelt, die solche kleinen Geschichten visualisieren, bei den Betrachterinnen und Betrachtern neue Fragen aufwerfen und den Raum für einen Dialog eröffnen.

Die Universität der Informationsgesellschaft