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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Mitteilung Graduiertenkolleg Automatismen

Brainbodies-in-Technoculture: Verkörperungen im Spannungsfeld von Automatismen, Konstruktionen und gesellschafts-politischen Wirkmächten

Vortrag von Sigrid Schmitz (Graz) am 24. November 2015

Die Wissenschaftsforscherin Sigrid Schmitz wird am kommenden Dienstag die Ringvorlesung des Paderborner Graduiertenkollegs „Automatismen“ gestalten: Ihr Vortrag mit dem Titel "Brainbodies-in-Technoculture: Verkörperungen im Spannungsfeld von Automatismen, Konstruktionen und gesellschafts-politischen Wirkmächten“ ist Teil des aktuellen Ringvorlesungs-Programms, das sich im Wintersemester 2015/2016 dem Thema „Verkörperung und Materialisierung“ widmet. Die Veranstaltung beginnt wie gewohnt um 18:15 Uhr und findet in Raum E2.339 statt. Interessierte ZuhörerInnen sind hierzu herzlich willkommen!

Das onto-epistemologische Rahmenwerk des Feminist Materialism versteht Phänomene als Assemblages von „matter und meaning“. Körperliche Prozesse sind beständig verschränkt mit technologischen Entwicklungen und Forschenden wie auch gesellschaftlich-kulturellen Bedeutungseinschreibungen. An Beispielen aus dem Feld der modernen Neurokulturen (Neurotechnologien, Neuroenhancement, Neuroökonomie) diskutiert der Vortrag die Vorstellung von verkörperten Automatismen in Zusammenhang mit Prozessen der Konstituierung von brainbodiesin- technoculture. Welche Bedeutungen, Entscheidungen, Ziele und Normen unterschiedlichster „Akteure“ binden sich in das Embodiment ein? Welche Eigenwilligkeiten bringen brainbodies selber in diese materiell-semiotischen Netzwerke ein? Schließlich geht es um die Frage, welche Rolle die Bezugnahme auf Automatismen als scheinbar determinierende Körperlichkeiten für die Legitimation gesellschafts-politischer Machtverhältnisse spielen.

Sigrid Schmitz ist Biologin und Forscherin in den Feminist Science and Technology Studies. Seit 2015 ist sie Professorin für Gender Studies und wissenschaftliche Leiterin des Referats Genderforschung an der Universität Wien. Im Wintersemester 2015/2016 ist sie Gastprofessorin an der Universität Graz. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Gender- und Hirnforschung, Neurokulturen und Neurotechnologien, transdisziplinäre Körperdiskurse und Embodying, Gender und elearning sowie feministische Epistemologien.

Das detaillierte Programm der aktuellen Ringvorlesung im Wintersemester 2015/2016 sowie weitere Informationen zum Forschungsprofil des DFG-Graduiertenkollegs „Automatismen – Kulturtechniken zur Reduzierung von Komplexität“ finden Sie unter www.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/gkautomatismen/.

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