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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung Bibliothek Universität Paderborn

Digitalisierung im Fokus

Herbstsitzung der Sektion 4 im Deutschen Bibliotheksverband e.V. am 14. und 15. Oktober in der Universität Paderborn

Am 14. und 15. Oktober traf sich die Sektion 4 „Wissenschaftliche Universalbibliotheken“ des Deutschen Bibliotheksverbands zu ihrer zweitägigen Herbstsitzung an der Universität Paderborn.

Im Fokus der mit 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr gut besuchten Tagung standen Fragen aktueller und zukünftiger Bibliotheksstrategie, die Transformation der Informationsinfrastrukturen sowie das Thema Management und Nachhaltigkeit elektronischer Literaturversorgung. Das breite Spektrum wurde durch Diskussionen zum Urheberrecht, zu Katalogisierungsstandards, zur vergleichenden Leistungsmessung und zu Modellen verteilter Literaturversorgung abgerundet. Geleitet wurde die Tagung von der Vorsitzenden der Sektion 4, Dr. Irmgard Siebert (ULB Düsseldorf). Der Präsident der Universität, Prof. Dr. Wilhelm Schäfer, und der Direktor der Universitätsbibliothek Paderborn, Dr. Dietmar Haubfleisch, brachten ihre Wertschätzung durch ein Grußwort zum Ausdruck.

Im Vortragsteil präsentierten die Bayerische Staatsbibliothek (Dr. Klaus Ceynova) und das nordrhein-westfälische Ministerium für Kultur erfolgversprechende Lösungen für die lokale und regionale Langzeitarchivierung elektronischer Publikationen. Konstanze Söllner (UB Erlangen) und Dr. Hildegard Schäffler (Bayerische Staatsbibliothek) referierten die Ergebnisse des DFG-geförderten Projekts „Nationales Hosting elektronischer Ressourcen“. Ziel dieses Projektes ist der nachhaltige und störungsfreie Zugriff auf digitale Veröffentlichungen aus Fachverlagen. Die Universitätsbibliotheken Paderborn (Dr. Dietmar Haubfleisch), Bielefeld (Barbara Knorn) und Kassel (Dr. Axel Halle) überzeugten die Zuhörer mit maßgeschneiderten und effizienten Entwicklungen für Publikationsdienste, welche die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse der Hochschulen fördern und den Open-Access-Publikationsprozess unterstützen.

Die kurz bevorstehende Einführung eines neuen, an internationalen Standards ausgerichteten Regelwerks für die Katalogisierung wurde genutzt, um über effiziente und zugleich nutzerfreundliche Erschließungsformen zu sprechen. Für die Bibliotheken ist es wichtig, die Aufwände für diesen wichtigen Teil ihrer Arbeit zu reduzieren, um Ressourcen für neue Dienstleistungen generieren zu können. Einstimmig wurde ein Positionspapier zur Neuausrichtung der überregionalen Informationsservices verabschiedet. Die notwendigen Strukturveränderungen werden darin als unabwendbare Folge des Medienwandels beschrieben, der vermehrt zwischen den Bibliotheken verteilte Dienste, eine Intensivierung der überregionalen Kooperation und die Bereitstellung bundesweit koordinierter Dienstleistungen verlangt.

Der dbv ist die Interessensvertretung der öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. In der Sektion 4 sind die wissenschaftlichen Bibliotheken, also die Universitäts-, Hochschul-, Staats- und Landesbibliotheken sowie die Deutsche Nationalbibliothek, zusammengeschlossen.

Ansprechpartner: Dr. Dietmar Haubfleisch, d.haubfleisch(at)ub.uni-paderborn(dot)de, Universitätsbibliothek Paderborn

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