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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Mitteilung Fach Kunst

Silogespräche am 19. November: Materialdiskurse IV – Materialspuren. Orte und Prozesse in der Kunst

Eine Spur kann als Hinweis auf etwas verstanden werden, was einmal (da) war und für uns nun in einer anderen, kleineren, ephemeren Form vorliegt, die zumeist eine besondere Aufmerksamkeit einfordert. Denn wir müssen genau hinsehen, um eine Spur z. B. als Ablagerung, als Abdruck oder als Fährte zu erkennen. Zwar haftet einer Spur vielfach der Charakter des Zufälligen und Unauffälligen an, gleichzeitig aber liegt genau in dieser Zurückhaltung und Bescheidenheit oftmals der Hinweis auf etwas Besonderes, Entscheidendes, Bedeutsames vor.

Die narrative und materielle Qualität einer Spur möchten wir in den Mittelpunkt stellen und damit die Reihe zum Thema "Materialität" insbesondere mit Blick auf künstlerische Orte und Prozesse in diesem Semester fortsetzen. Spuren artikulieren sich im Kunstkontext einerseits als Auslöser und Impulsgeber für künstlerische Handlungen, arbeiten doch viele Künstlerinnen und Künstler mit Fundstücken, Fragmenten, neu gefundenen und erfundenen oder transformierten Materialien, aus denen so eine eigene und neue Bildpraxis, Bildsprache und -form entwickelt werden. Andererseits verweisen Spuren auf den Umgang mit und den Gebrauch von Materialien, geben Hinweise auf Alter und Qualität von Materialien sowie auf Orte und Räume, die sich der jeweiligen Materialität oftmals anpassen müssen.

Den Materialspuren möchten wir daher eingehender im künstlerischen Prozess, in der jeweiligen künstlerischen Arbeit, im Atelier oder im Ausstellungsraum, ferner als Impuls, Idee, Erfahrung oder Erinnerung usw. nachgehen. Zu fragen wird sein, wie sich Materialien im Prozess des Machens verhalten und wie Künstlerinnen und Künstler sie in bestimmten Räumen verorten. Dazu haben wir Referentinnen und Referenten aus der Theorie und Praxis eingeladen, die unterschiedliche Themen, Motive und Zugänge dazu aufzeigen und diese zur Diskussion stellen.

Konzeption und Organisation: Prof. Dr. Sabiene Autsch, Prof. Dr. Sara Hornäk
 

Termine

19.11.2013
Prof. Dr. Kunibert Bering (Düsseldorf): Richard Serra. Ortsbezug und künstlerischer Prozess
(Einführung: Prof. Dr. Sara Hornäk)
18 - 20 Uhr

03.12.2013
Prof. Dr. Lisa Gotto (Köln): Spuren im Schnee. Zur Eislandschaft des Bergfilms
(Einführung: Prof. Dr. Sabiene Autsch)
18 - 20 Uhr

21.01.2014
Bea Otto (Aachen): dry area
(Einführung: Prof. Dr. Sara Hornäk)
18 - 20 Uhr

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