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Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude. Bildinformationen anzeigen

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Dr. Jochen Baumeister vom Department Sport und Gesundheit nach Gastprofessur an japanischer Waseda-Universität zurück – Effekte von Bewegung auf kindliches Gehirn untersucht

Wohl kaum eine Gesellschaft auf der Welt wird so sehr mit Leistungsdruck und mentaler Stärke in Verbindung gebracht wie die Japanische. Dementsprechend groß ist dort das Interesse am Zusammenspiel zwischen physischen und psychischen Faktoren. Dr. Jochen Baumeister aus dem Department Sport und Gesundheit der Universität Paderborn arbeitete nun auf Einladung der japanischen Eliteuniversität Waseda in Tokio.

„Die Universität ist besonders auf die Neurowissenschaften in Verbindung mit dem Sport spezialisiert und für ihre Forschungsarbeiten weltweit anerkannt“, sagt Jochen Baumeister. Umso höher sei es daher anzurechnen, dass „unsere Arbeiten und Ergebnisse an der Universität Paderborn in Japan wahrgenommen werden. Das ist eine Auszeichnung für unsere Leistungen.“

Baumeister leitet im Paderborner Department Sport und Gesundheit den Forschungsbereich „Exercise & Brain“ und bildet dort mit seinem Team unter anderem die motorischen und kognitiven Beanspruchungen im Sport- und Bewegungszusammenhang ab. Des Weiteren untersucht er die förderlichen Effekte von Bewegung auf das kindliche Gehirn und die damit einhergehenden kognitiven Verbesserungen.

Letztgenanntes Thema stellte der 40-Jährige dann auch in den Fokus seiner Gastprofessur in Japan. An drei Tagen in der Woche hielt Baumeister Vorlesungen und Seminare. Aktuell betreut er zudem noch von Paderborn aus drei Masterstudenten aus der Waseda-Universität. „Darüber hinaus haben wir eine enge Forschungskooperation vereinbart und wollen gemeinsame Projekte anschieben. 2012 besucht uns zudem einer der drei japanischen Professoren aus dem neurowissenschaftlichen Fachgebiet“, erzählt Dr. Baumeister, der im kommenden Jahr ebenfalls noch einmal nach Japan reisen möchte.

Denn seine Gastprofessur dauerte nicht, wie sonst üblich, ein ganzes Semester, sondern nur rund sechs Wochen. Die Reaktorkatastrophe von Fukushima durchkreuzte die Pläne und forderte ein Umdenken. So blieb die Familie von Dr. Baumeister zuhause. „Die Unsicherheit war schon da. Letztendlich gab es aber keine Probleme“, so Baumeister. Zwar sei noch zu spüren, dass die Katastrophe das japanische Volk schwer getroffen habe, in Tokio sei mittlerweile aber wieder eine gewisse Normalität eingekehrt.

„Naturkatastrophen sind in dem Land einfach an der Tagesordnung.“ Ein leichteres Erdbeben bekam Dr. Baumeister in Japan hautnah mit. Begeistert ist er vom Umgang der Menschen miteinander. „Es gibt in der japanischen Gesellschaft sehr viel Respekt für die Mitmenschen. Trotz der beengten Verhältnisse in Tokio ist alles ohne Hektik organisiert. Das macht das Leben dort sehr angenehm.“
 

Fotos (privat): Dr. Jochen Baumeister forschte und lehrte für sechs Wochen in Japan. Dabei blieb auch noch etwas Zeit für Sightseeing.

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