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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Mitteilung Graduiertenkolleg Automatismen

„Der Künstler als Apparat und Maschine“ – Vortrag von Inga Lemke am 29. November 2011

„De[n] Künstler als Apparat und Maschine“ wird Prof. Dr. Inga Lemke am 29. November in der nächsten Ringvorlesung des Paderborner Graduiertenkollegs „Automatismen“ thematisieren, die im aktuellen Wintersemester unter dem Titel „Automatismen revisited“ steht. Der Vortrag, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind,  beginnt um 18.15 Uhr und findet in Raum E 5.333 statt.

“Der Künstler ist nur ein Aufnahmeorgan, ein Registrierapparat für Sinnesempfindungen…“ (Paul Cezanne) „I want to be a machine…“ (Andy Warhol)

In ihrem Beitrag thematisiert Inga Lemke die Bezeichnung des Künstlers als „Apparat“ und „Maschine“, die als Metapher für ein gewandeltes, jeweils neues historisches Selbstverständnis des Künstlers steht.  Allegorisch kann sie auch als veränderte Auffassung des künstlerischen Produktionsprozesses gelesen werden. Doch inwieweit sind Selbstbild und Verfahren von Künstlern tatsächlich auf Apparate, Wahrnehmungstechnologien und Prozesse der Reproduktion und industriellen Produktion bezogen? Und welcher Stellenwert kommt dabei der künstlerischen Auseinandersetzung mit „Automatismen“ zu? Der Vortrag beleuchtet diese Fragen einmal nicht am Beispiel der surrealistischen Produktionsmethode des Automatismus, sondern exemplarisch anhand des Spätwerks von Paul Cezanne und der Arbeiten Andy Warhols in der frühen „Factory“-Zeit.

Inga Lemke ist seit 2002 Inhaberin der Professur für Medienästhetik an der Universität Paderborn. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u. a. das Medium Ausstellung, Intermedialität, die Ästhetik der visuellen Medien, Medienkunst, Mediale Transformation des Performativen sowie Kunst und Visuelle Kultur.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe des 2008 an der Universität Paderborn eingerichteten DFG-Graduiertenkollegs „Automatismen“. Die hier versammelten Dissertationsprojekte untersuchen Automatismen – verstanden als Abläufe, die sich einer bewussten Kontrolle weitgehend entziehen – im Feld der Medien, der Informationstechnik und der Kultur. Konstitutiv ist der Brückenschlag zwischen Kulturwissenschaft und Informatik. Weitere Informationen unter www.upb.de/gk-automatismen.

Die Universität der Informationsgesellschaft