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Der Campus im Frühling. Bildinformationen anzeigen

Der Campus im Frühling.

Foto: Universität Paderborn, Kamil Glabica.

| Pressemitteilung

Prof. Dr. Gregor Engels und Stefan Sauer erhalten internationale Auszeichnung für wissenschaftliche Arbeit im Bereich visueller Sprachen – Entwicklungen nachhaltig beeinflusst

Eine besondere Auszeichnung erhielten Prof. Dr. Gregor Engels und Stefan Sauer von der Universität Paderborn im Rahmen eines internationalen Fachsymposiums in Madrid. Die Informatiker wurden mit dem „Most Influential Paper Award" ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit die Arbeit „Extending UML for Modeling of Multimedia Applications“, die beide bereits 1999 im Rahmen des Internationalen Symposiums für Visuelle Sprachen und Nutzerorientierte Informationsverarbeitung in Tokio vorgestellt hatten.

„Anders als bei einem Preis für den besten Beitrag bei einer Konferenz würdigt die Auszeichnung nicht nur die wissenschaftliche Qualität. Es geht auch um den langfristigen und nachhaltigen Einfluss, den eine Arbeit auf die Entwicklung von Forschung, Wissenschaft und Praxis hat“, so Prof. Engels. Der Most Influential Paper Award wird nach 10 und nochmals nach 20 Jahren vergeben.
 


 
Weitere Informationen:

Erst nach solchen Zeiträumen von 10 bis 20 Jahren lasse „sich der tatsächliche Einfluss einer Arbeit verlässlich bewerten“, erklärt Sauer, der 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der von Engels geleiteten Fachgruppe Datenbank- und Informationssysteme tätig war. Heute ist er Geschäftsführer des s-lab – des Software Quality Lab der Universität Paderborn.

In der nun ausgezeichneten Arbeit haben Sauer und Engels die 1997 veröffentlichte Unified Modeling Language (UML), eine heute weltweit in Forschung und Praxis verwendete Standard-Modellierungssprache für Softwaresysteme, erweitert. Dadurch wurde es möglich, auch Aspekte von Multimedia-Anwendungen zu beschreiben, die in der normalen UML nicht dargestellt werden konnten.

„Wir haben analysiert, wie sich die graphische Modellierung der Struktur und des Verhaltens von Multimedia-Anwendungen von der Modellierung herkömmlicher Softwaresysteme unterscheidet. Dabei haben wir herausgefunden, dass die Beschreibung des zeitlichen Verhaltens und der graphischen Darstellung am Computer, also der Benutzungsschnittstelle, in das Modell integriert werden müssen“, erläutert Stefan Sauer den Inhalt der Arbeit.

Auf dieser Grundlage haben die Paderborner Informatiker die UML angepasst und erweitert, eine spezielle Modellarchitektur vorgeschlagen und Hinweise zur Modellierung formuliert. Die Sprache trägt den Namen OMMMA, was für die objektorientierte Modellierung von Multimedia-Anwendungen steht. Eine auf dieser Arbeit aufsetzende Nachfolgearbeit der beiden Autoren wurde bereits im Jahr 2001 als bestes Konferenzpapier im Bereich Visuelle und Multimedia-Ansätze für Programmierung und Softwareentwicklung geehrt.

Die Auszeichnung erhielten Stefan Sauer und Gregor Engels im Rahmen des IEEE Symposiums „Visual Languages and Human-Centric Computing 2010“ im September in Madrid. Die IEEE ist der weltweit größte Berufsverband für Ingenieure und Informatiker.

Die Universität der Informationsgesellschaft