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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Elektrotechniker der Uni Paderborn gründen Firma im Bereich optische Datenübertragung – Polarisationsänderungen in Glasfasern schnell ausregeln

Seit 2009 fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im „EXIST-Forschungstransfer“ ein Projekt des Instituts für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Paderborn zur optischen Polarisationsregelung. Inzwischen haben am Projekt beteiligte Wissenschaftler, Dipl.-Ing. Benjamin Koch und Prof. Dr.-Ing. Reinhold Noé, die Novoptel GmbH gegründet. Das Unternehmen entwickelt innovative Optik und Elektronik für die Telekommunikation und verwertet dabei wie vorgesehen universitäre Forschungsergebnisse.

Ziel ist es, die Datenübertragungsraten in Glasfaserkabeln, etwa für Internet und Telefonie, auf besonders kostengünstige Weise zu verdoppeln. Dabei werden unabhängige Datenströme zwei zueinander senkrechten Schwingungsebenen des Laserlichts aufgeprägt. Mit ihrer Technologie haben die beiden Elektrotechniker in ihrem Uni-Labor die bei einer Informationsdichte von 4 Bit/Symbol weltweit höchste Einzeldatenrate von 200 Gbit/s über 430 km Lichtwellenleiter übertragen. Der nun entwickelte Polarisationsregler kann empfängerseitig in jeder Sekunde über 4000 volle Drehungen der Schwingungsebene oder Polarisation des Lichts mit einem elektrooptischen Lithiumniobat-Bauelement unterbrechungsfrei nachverfolgen. Die in der Glasfaser durch Erschütterungen oder Hantieren auftretenden Polarisationsänderungen werden dadurch problemlos ausgeregelt. Geschäftsführer Benjamin Koch: „Vergleichbar Leistungsfähiges gibt es nicht auf dem Markt. Einer unserer miniaturisierten Prototypen wird gerade von einem möglichen Großkunden eingehend erprobt.“

Die Universität der Informationsgesellschaft