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Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude. Bildinformationen anzeigen

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Präsidium informiert über Studienbedingungen für Studierende und Lehrende im Wintersemester

Die Studienbedingungen für Studierende und Lehrende in diesem Wintersemester waren Thema eines Pressegesprächs, zu dem das Präsidium der Universität Paderborn an diesem Dienstag eingeladen hatte. Uni-Präsident Prof. Dr. Nikolaus Risch berichtete zunächst von den Entwicklungen der letzten zwölf Monate, in denen die Hochschulleitung verstärkt daran gearbeitetet habe, die räumliche und personelle Situation sowie die Qualität der Lehre weiter zu verbessern.

Risch bezeichnete die Universität als „lernfähiges System“. So habe die Hochschulleitung aus den Protesten im letzten Wintersemester, in dem es nicht immer gelungen sei, die Studiensituation für alle Studierenden kurzfristig zufriedenstellend zu lösen, Konsequenzen gezogen. Räumlichen Engpässen etwa habe das Präsidium in diesem Semester vorgebeugt, indem es u. a. Baumaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt über 100 Millionen Euro stark vorangetrieben und teilweise vorgezogen habe. So sei zusätzlich das Gebäude K mit ca. 2.500 qm jetzt fertiggestellt worden. Außerdem sorgten Übergangsmaßnahmen wie die neben dem Audimax aufgestellten Messezelte vorübergehend für Entlastung. In den festen, beheizten und medial gut ausgestatteten Messezelten mit je 80 Plätzen würden in diesem Wintersemester überwiegend Studierende der Erziehungswissenschaften unterrichtet.

„Die Messezelte sind meiner Ansicht nach besser ausgestattet als einige unserer älteren Hörsäle“, so Präsident Risch. Nach dem Wintersemester würden die Zelte, die vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW finanziert werden, wieder abgebaut. Dann nämlich werden fünf Seminarräume im Gebäude Sport II im ehemaligen Baumarkt ausgebaut sein. Eine neue Sporthalle soll dort bis zum Wintersemester 2011/2012 ebenfalls fertiggestellt sein. Wie Kanzler Jürgen Plato berichtete, werde bis zum nächsten Sommersemester das neue Hörsaalgebäude L fertiggestellt sein. Dort stünden dann weitere fünf Seminarräume sowie zwei Hörsäle mit je 400 Plätzen zur Verfügung. Das Zentrum Intelligente Technische Systeme in der Fürstenallee werde im Juni, das Gebäude O auf dem Uni-Campus im Juli nächsten Jahres bezugsfertig sein.

Um einer starken Überlastung der Universität vorzubeugen, sei außerdem in den Studiengängen International Business Studies, Mathematik auf Lehramt, Germanistik, Anglistik und Geschichte wieder ein Numerus clausus eingeführt worden. So erwarte die Hochschulleitung in diesem Semester einige hundert Studienanfänger weniger als im letzten Wintersemester. „Die prognostizierte Zahl liegt unter 3.000. Allerdings liegen die konkreten Zahlen erst Ende Oktober vor. Einschreibungen in nicht zulassungsbeschränkte Studiengänge sind noch bis zum 22. Oktober möglich“, so Präsident Risch. Nicht nur der Abiturdoppeljahrgang 2013, sondern auch die Aussetzung des Wehrdienstes sei eine Herausforderung für die Hochschulen im Land. Risch: „Deshalb erwarten wir von der Landesregierung mehr Unterstützung, wenn sie mehr Studienanfänger fordert.“

Steigende Studierendenzahlen würden seitens des Landes bisher nicht berücksichtigt, wenn es um die Kompensation von abgeschafften Studiengebühren gehe. Wenn nach der Gesetzesvorlage der Landesregierung die Studienbeiträge zum Wintersemester 2011/2012 abgeschafft werden, sollen die bislang eingenommen Beträge eingefroren und Basis für Kompensationszahlungen werden. Dann verliere die Universität Hochrechnungen zufolge wahrscheinlich mindestens eine halbe Millionen Euro pro Jahr, da die Landesregierung nur Studienbeiträge von Studierenden in der Regelstudienzeit auszugleichen beabsichtige.

Um die personelle Situation an der Universität zu verbessern, habe das Präsidium Mittel aus dem Hochschulpakt II für eine Aufstockung des Personals vorfinanziert: Insgesamt vier Millionen Euro stünden vor allem den Kultur- und Wirtschaftswissenschaften sowie der Mathematikdidaktik zur Einstellung zusätzlichen Personals bereits in diesem Wintersemester zur Verfügung. Prof. Dr. Dorothee M. Meister, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement, berichtete von weiteren kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre, etwa Zielvereinbarungen mit den Fakultäten oder eine höhere Qualifizierung von Tutoren. Bis zum nächsten Wintersemester würden die Lehramtsstudiengänge akkreditiert und damit auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt, andere Bachelor- und Masterstudiengänge durch das Instrument der Re-Akkreditierung verbessert. Auch sei ein Qualitätsmanagementsystem installiert worden. Bis zum Wintersemester 2011/2012 werde auch das Campus-Management-System PAUL zur Organisation des Studiums umfassend eingesetzt.

Prof. Dr. Wilhelm Schäfer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, berichtete von der Teilnahme der Universität an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Drei eingereichte Antragsskizzen für die Einrichtung von Exzellenzclustern oder Graduiertenschulen seien für eine Hochschule mittlerer Größe bemerkenswert und ein großer Erfolg. Eingereicht worden seien Projekte, die auf schon existierenden Sonderforschungsbereichen der Universität basieren. Die Exzellenzinitiative hat ein Fördervolumen von ca. 2 Milliarden Euro, deutschlandweit wurden etwa 200 Anträge eingereicht. Weitere Informationen zu den drei Antragsskizzen an der Exzellenzinitiative finden Sie unter: http://www.uni-paderborn.de/mitteilung/80302/

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