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Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Paderborn Institute for Advanced Studies in Computer Science and Engineering (PACE) fördert Internationalität der Universität – Preise und Ehrungen bei Jahresfeier

Einen Rückblick auf die Begegnung mit dem Dalai Lama und einen persönlichen Einblick in die Arbeit der Europäischen Kommission bescherte das Paderborn Institute for Advanced Studies in Computer Science and Engineering (PACE) der Universität Paderborn seinen Gästen am 15.2. auf der Jahresfeier, die erstmals im Hörsaal G stattfand.

Ungewohnt leise und zugleich eindringliche Klänge von Eddi Kleinschnittger auf dem Marimbaphon standen am Anfang des Festaktes. Dieser trat zum ersten Mal mit seinem Instrument in der Universität auf und bereitete damit die Gäste u. a. auf die Eröffnung einer Ausstellung mit 40 großformatigen Fotografien vor, die im vergangenen September während der Begegnung des Dalai Lama mit den International Graduate Schools aus NRW entstanden waren.

Präsident Prof. Dr. Nikolaus Risch berichtete, dass es der Universität als einziger Hochschule Nordrhein-Westfalens gelungen sei, gleich zwei der bundesweit insgesamt 12 neuen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkollegs einzuwerben. Beide Promotionseinrichtungen, die im Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen, würden in das PACE integriert, das schon jetzt erfolgreich dazu beigetragen habe, das Leitbild der Hochschule als Universität der Informationsgesellschaft zu verwirklichen. Insbesondere in der interdisziplinär ausgerichteten International Graduate School, dem Ausgangspunkt des PACE, gebe es, so Risch, zahlreiche „Projekte, die Brücken zwischen Fächern und jungen Menschen aus aller Welt bauen, die hierher nach Paderborn gekommen sind.“

Offen zu sein für solche Begegnungen, empfahl PACE-Beiratsvorsitzender Prof. Dr. Erik Woldt den ausländischen Doktoranden und berichtete den Teilnehmern der Veranstaltung von seinen eigenen positiven Erfahrungen als Doktorand in England. Erfreut zeigte sich PACE-Sprecher Prof. Dr. Wilhelm Schäfer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, in seinem Jahresrückblick über die zahlreichen Preise, mit denen Doktoranden des PACE im vergangenen Jahr innerhalb der Uni und auf internationalen Kongressen ausgezeichnet worden seien.

Einen besonderen Charakter erhielt die Feier auch durch die erstmalige Verleihung des mit 1.000 Euro dotierten „Zonta Club Paderborn Award“, den Bärbel Meerkötter an die Mathematikerin Dr. Kathrin Padberg übergab. Ausgezeichnet wurde Padberg, die nach einer herausragenden Promotion als Post-Doktorandin am DFG Graduiertenkolleg für Wissenschaftliches Rechnen, einem der drei Teilbereiche des PACE, arbeitete, für ihre wissenschaftlichen Publikationen, für die sie auch schon mit dem Forschungspreis der Universität ausgezeichnet wurde. Mit der Preisvergabe an Padberg, die inzwischen an der Universität Dresden arbeitet, setzte der Club zugleich ein deutliches Signal, da zu den Zielen von Zonta neben der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Förderung junger Frauen die berufliche Unterstützung und Anerkennung gehöre.

Der Förderung von jungen Doktoranden, die noch am Anfang ihrer Promotion stehen, dienen zwei Industriestipendien, die auf der Jahresfeier des PACE übergeben wurden. Von Hendrik Amelunxen erhofft sich Herbert Schütte von der dSPACE GmbH wichtige Forschungsimpulse, um das Autofahren in Zukunft noch sicherer zu machen. Prof. Dr. Bernd Hellingrath vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik erhofft sich in den nächsten drei Jahren von Carsten Böhle wichtige Beiträge in der Grundlagenforschung, die das Fraunhofer Institut dann in international erfolgreiche Produkte umsetzen möchte.

Gleichsam als Ansporn für die aktuellen Doktoranden des PACE berichtete die aus der Slowakei stammende Dr. Maria Balazova von ihrer Arbeit bei der Europäischen Kommission. Balazova hatte von 2001 bis 2004 als erste Doktorandin der International Graduate School im Fach Maschinenbau promoviert und war anschließend zunächst im Wirtschaftsministerium ihres Heimatlandes tätig, um dann im Auftrag ihrer Regierung nach Brüssel zu wechseln. Dort war sie im vergangenen Jahr im Rahmen der Regionalentwicklung für die Verhandlungen mit 12 Mitgliedsstaaten verantwortlich.

Weit über diesen europäischen Rahmen hinaus wiesen die Veranstaltungen mit dem Dalai Lama, in deren Zentrum eine Diskussionsrunde über die weltweite Verantwortung in Wissenschaft und Gesellschaft stand. Gleichsam zur Illustration dieser Begegnung legte sich Prof. Schäfer den Katak, einen weißen Seidenschal, um, der ihm vom Dalai Lama überreicht worden war. Und mit Joel Greenyer berichtete einer der fünf Paderborner Doktoranden, die in Münster mit dem Dalai Lama persönlich sprachen, über seine Erfahrungen aus diesem Gespräch, das für ihn noch sehr präsent sei und konkrete Reflexionen ausgelöst habe. Die Fotoausstellung über den Besuch des Dalai Lama ist noch bis zum 7. März während der Öffnungszeiten der Universität im Hörsaal G zu besichtigen.

Die Universität der Informationsgesellschaft