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Projekt "Frauen gestalten die Informationsgesllschaft" | Ort: Universität Paderborn Bildinformationen anzeigen
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Kathrin Müller - Lehrerin für Informatik und technische Informatik

Mein Name ist Kathrin Müller, ich bin 36 Jahre alt und arbeite seit August 2019 als Lehrerin am ATIW Berufskolleg in Paderborn. Zuvor habe ich im Anschluss an mein Informatikstudium von Anfang 2012 bis Juli 2019 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachgruppe Didaktik der Informatik der Uni Paderborn gearbeitet.

Was und an welcher Hochschule haben Sie studiert?

Ich habe Informatik mit Nebenfach Medienwissenschaften an der Universität Paderborn studiert (Bachelor und Master).

Wie kamen Sie auf dieses Studienfach?

Ich habe mich relativ früh zum Ende meiner Schulzeit für ein Studium in einem naturwissenschaftlich-technischen Fach entschieden. An Informatik hatte ich bereits in der Schule besonderes Interesse. Die Kombination aus logischer Denkweise, aber durchaus auch Kreativität hat mir dabei besonders gut gefallen. Ausschlaggebend war letztendlich die große Vielfalt des Faches Informatik mit vielfältigen beruflichen Richtungen.

Was sind typische Aufgaben in Ihrem Berufsalltag?

Hier möchte ich gerne auf meine vorherige Tätigkeit an der Universität und meinen jetzigen Beruf als Lehrerin eingehen.

Nach meinem Studium hat mich mein großes Interesse an Forschung und Lehre dazu gebracht, als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu bleiben. Zur Informatikdidaktik bin ich damals mehr oder weniger zufällig gekommen. Im Arbeitsalltag an der Universität habe ich mich unterschiedlichen Tätigkeiten befasst. Ein Teil der Tätigkeit umfasste die Lehre. Darunter fielen die Vorbereitung und Durchführung von Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen, Seminare oder Übungen aber auch die Betreuung Studierender während ihrer Abschlussarbeit. Daneben habe ich in unterschiedlichen Projekten mit gearbeitet. Ein großer Fokus meiner Arbeit lag auf einem Projekt zur informatischen Bildung in der Grundschule. Hier habe ich eng mit anderen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sowie Lehrkräften zusammengearbeitet, Unterrichtsmöglichkeiten entwickelt und auch in Grundschulen erprobt. Anknüpfend an dieses Thema habe ich mich im Bereich der Forschung vorwiegend mit Schülervorstellungen beschäftigt. Hieraus entstand auch mein Promotionsthema, was ich hoffentlich auch neben meinem neuen Beruf noch abschließen kann.

Seit August 2019 bin ich nun an der Berufsschule. Hier unterrichte ich die Fächer Informatik und technische Informatik. Das bedeutet, ich unterrichte hauptsächliche angehende Fachinformatiker in Fächern wie Anwendungsentwicklung oder IT-Systeme. Mein Arbeitsalltag besteht heute sowohl aus Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, dem Unterricht selbst, Gremienarbeiten in der Schule und meiner Ausbildung zur Lehrerin, die ich parallel berufsbegleitend absolviere. Da Informatik aktuell ein Mangelfach ist, hatte ich die Möglichkeit auch ohne ein Lehramtsstudium an der Schule zu unterrichten und parallel mein Referendariat durchzuführen.

Mir macht die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern sehr viel Freude und ich erlebe meinen Arbeitsalltag deutlich abwechslungsreicher als an der Universität.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?

Als Ausgleich zum Beruf beschäftige ich mich gerne mit kreativen Dinge, z.B. stricke ich gerne. Außerdem singe ich in einem Pop und Jazz Chor. Ansonsten verbringe ich einfach gerne Zeit mit meinem Mann und unseren Freund*innen.

Ist es für Frauen schwieriger in einem eher männerdominierten Berufsfeld zu arbeiten? Welche Erfahrungen haben Sie damit persönlich gemacht?

Ich glaube es kommt ganz drauf an welchen Menschen man auf seinem Weg begegnet, wie wohl so häufig im Leben. Ich habe als Frau überwiegend positive Erfahrungen gemacht und mich eigentlich immer genauso akzeptiert gefühlt wie männliche Kollegen. Auf manchen externen Veranstaltungen gab es ab und an mal Erfahrungen, wo man das Gefühl hatte, einem wird hier als Frau nicht zugetraut in diesem Beruf ein Standing zu haben. Meist habe ich eher darüber hinweg gesehen, da diese Menschen für mich auch nicht wirklich relevant waren.

Meine Erfahrung ist, man sollte seinen persönlichen Interessen nachgehen, egal ob es sich dabei um einen eher männerdominiertes Berufsfeld handelt oder nicht, denn dann kann man auch mit Überzeugung hinter dem stehen was man tut.

 

Die Universität der Informationsgesellschaft