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Photo: Universität Paderborn

Photo: Universität Paderborn, Johannes Pauly

Photo: Universität Paderborn

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Akkreditierung/Reakkreditierung

Akkreditierung bedeutet im Hochschulbereich die zeitlich begrenzte formelle Anerkennung von Studienprogrammen, von hochschulinternen Qualitätssicherungssystemen oder von privaten Hochschulen im Rahmen eines geregelten Verfahrens (HRK, 2019). Die Akkreditierung erfolgt in Deutschland hauptsächlich durch zwei unterschiedliche Verfahren: die Programm- und die Systemakkreditierung.

Gegenstand der Programmakkreditierung sind einzelne Studiengänge, die von unabhängigen Gutachtergruppen geprüft werden. Hat ein Studiengang ein Akkreditierungsverfahren erfolgreich durchlaufen, erhält er eine befristete Akkreditierung und trägt für den Zeitraum seiner Akkreditierung das Qualitätssiegel des Akkreditierungsrates (Stiftung Akkreditierungsrat, n. d.). Stehen Studiengänge in einem sinnvollen und begründeten Zusammenhang, kann die Akkreditierung auch im Rahmen eines gebündelten Verfahrens, der sog. Clusterakkreditierung durchgeführt werden.

Gegenstand der Systemakkreditierung ist das interne Qualitätssicherungssystem einer Hochschule. Mit der Systemakkreditierung erhält eine Hochschule das Recht, das Siegel der Stiftung für die von ihr geprüften Studiengänge selbst zu verleihen (ebd.).

Im Zuge der Systemakkreditierung muss eine Hochschule nachweisen, dass sie die in der Musterrechtsverordnung niedergelegten formalen und fachlich-inhaltlichen Kriterien systematisch umsetzt. Hierfür muss das Qualitätsmanagementsystem regelmäßige Bewertungen der Studiengänge und der für Lehre und Studium relevanten Leistungsbereiche vorsehen, an denen interne und externe Studierende, hochschulexterne wissenschaftliche Expertinnen und Experten, Vertreterinnen und Vertreter der Berufspraxis und Absolventinnen und Absolventen beteiligt sind (ebd.).

Eine positive Systemakkreditierung bescheinigt der Hochschule, dass ihr Qualitätsmanagementsystem im Bereich von Studium und Lehre geeignet ist, das Erreichen der Qualifikationsziele und die Qualitätsstandards ihrer Studiengänge zu gewährleisten. Die Akkreditierung erfolgt befristet für einen Zeitraum von acht Jahren.                                                                                  

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Consilium der Studiendekane (CStud)

Das Gremium CStud ist verantwortlich für die operative Umsetzung des Qualitätsmanagements. Ihm gehören die Studiendekane, ein Direktoriumsmitglied des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ-Professional School) und die Vizepräsidentin bzw. der Vizepräsident für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement an.

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Diploma Supplement

Das Diploma Supplement (DS) ist ein Text mit einheitlichen Angaben zur Beschreibung von Hochschulabschlüssen und damit verbundener Qualifikationen. Als ergänzende Information soll es international und auch national die Bewertung und Einstufung von akademischen Abschlüssen sowohl für Studien- als auch für Berufszwecke erleichtern und verbessern und die Verständlichkeit von Studieninhalten und Qualifikationen fördern (HRK, 2019).

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Direktorium und Lehrerbildungsrat

Das Direktorium und der Lehrerbildungsrat sind Organe des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung der Universität Paderborn (PLAZ-Professional School) mit der übergreifenden Aufgabe, die Lehrerbildung an der Universität Paderborn zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Das Direktorium leitet das PLAZ und führt Beschlüsse des Lehrerbildungsrats aus. Dem Lehrerbildungsrat obliegt u. a. die Beschlussfassung über Angelegenheiten von allgemeiner und grundsätzlicher Bedeutung für die Weiterentwicklung der Lehrerbildung, die Bildung von Kommissionen und Arbeitsgruppen zur Erfüllung der Aufgaben des PLAZ, die Entscheidung über die Lehrerbildung betreffenden Ordnungen und die Wahl der Mitglieder des Direktoriums.

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Evaluation

Der Begriff Evaluation bedeutet, dass anhand eines Bewertungsmaßstabs gemessen wird, ob und inwieweit definierte Ziele erreicht wurden, wobei intendierte wie auch nicht intendierte Effekte berücksichtigt werden (Schmidt, 2017, S. 68). Unter dem Begriff Evaluation werden verschiedene Verfahren subsumiert. Hier ist zwischen verschiedenen Ebenen von Studium und Lehre zu unterscheiden:

  • studiengangsbezogene Evaluation
  • Modulevaluation
  • Lehrveranstaltungsevaluation

Auf Ebene des gesamten Studiengangs hat Evaluation als Instrument der Qualitätssicherung das Ziel, neben der Erfüllung von gesetzlichen Auflagen gemäß § 7 Abs. 2 HG die Qualität der Ausbildung zu verbessern. Bei den Verfahren stehen die Lehre und das Studium einer Lehreinheit auf dem Prüfstand. Man unterscheidet zwischen interner und externer Evaluation. Im Rahmen der internen Evaluation erfolgen u. a. Studierendenbefragungen, Absolventenstudien oder Stärken- und Schwächenanalysen der spezifischen Lehreinheit. Diese Ergebnisse der internen Evaluation gehen in einen Selbstreport ein. Auf Seiten der externen Evaluation werden die Studiengänge akkreditiert und im Zuge dessen von Peers bewertet.

Auf Ebene der Module können beispielsweise anhand von Befragungen Wirkungen erfasst werden, eine Modulevaluation ist an der Universität Paderborn jedoch noch nicht hochschulweit eingeführt.

Lehrveranstaltungen auf der kleinsten Ebene werden im Rahmen der Studentischen Veranstaltungskritik (SVK) evaluiert, indem die Studierenden jedes Semester die besuchten Lehrveranstaltungen bewerten und offene Kritik sowie Anregungen geben. Außerdem können Lehrende mit dem Verfahren der „Teaching Analysis Poll“ (TAP) ihre Lehrveranstaltungen von den Studierenden zwischenbewerten lassen.

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Hochschulrat

Nach dem Hochschulgesetz NRW berät der Hochschulrat das Präsidium und übt die Aufsicht über dessen Geschäftsführung aus (§ 21 Abs. 1 HG NRW). Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:

  • die Wahl der Mitglieder des Präsidiums nach § 17 Abs. 1 und 2 HG und ihre Abwahl nach § 17 Abs. 4 HG;
  • die Zustimmung zum Hochschulentwicklungsplan nach § 16 Abs. 1 S. 5 HG und zum Entwurf der Zielvereinbarung nach § 6 Abs. 2 HG;
  • die Zustimmung zum Wirtschaftsplan, zur unternehmerischen Hochschultätigkeit nach § 5 Abs. 7HG und zu einer Übernahme weiterer Aufgaben nach § 3 Abs. 6 HG;
  • die Stellungnahme zum Rechenschaftsbericht des Präsidiums nach § 16 Abs. 3 HG und zu den Evaluationsberichten nach § 7 Abs. 2 und 3 HG;
  • Stellungnahmen in Angelegenheiten der Forschung, Kunst, Lehre und des Studiums, die die gesamte Hochschule oder zentrale Einrichtungen betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind;
  • die Entlastung des Präsidiums.

Darüber hinaus kann er alle Unterlagen der Hochschule einsehen und prüfen (§ 21 Abs. 2 HG). Mindestens vier Mal im Jahr hat das Präsidium über die Entwicklung der Haushalts- und Wirtschaftslage schriftlich zu berichten.

Der Hochschulrat besteht gemäß § 8 Grundordnung der Universität Paderborn (Grundordnung vom 26.05.2015 in der geänderten Fassung vom 17.03.2017) aus neun Mitgliedern. Der zurzeit im Amt befindliche Hochschulrat besteht aus fünf externen und vier internen Mitgliedern.

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Kommission für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement (SK)

Die Kommission für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement (SK) ist eine gemeinsame Kommission des Präsidiums und des Senats der Universität Paderborn.

Sie berät insbesondere bei der Einführung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen sowie bei der Erstellung von Entwürfen von Prüfungsordnungen. Die Beschlüsse der Kommission haben gegenüber dem Senat, dem Präsidium und den Fakultätsräten empfehlenden Charakter.

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PDCA-Zyklus

Der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) nach William Deming ist ein universelles Modell zu Qualitätsverbesserung und demnach für das Qualitätsmanagement von zentraler Bedeutung. Er ist auch unter dem Begriff ‚Qualitätskreislauf‘ bekannt und zielt auf einen kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserungsprozess ab (Weiß, 2014, S. 99). Der Kreislauf sieht vor, dass zunächst eine genaue Planung erfolgt (Plan), dem eine Umsetzung angeschlossen ist (Do), daraufhin wird die Umsetzung kontrolliert (Check) und abschließend nachgesteuert (Act). Aufgrund sich wandelnder Anforderungen und Potentiale ist vorgesehen, dass dieser Kreislauf nach einer gewissen Zeit wiederholt wird. Dies geschieht auf einer höheren Ebene, da die Erfahrungen der vorherigen Durchläufe hinzukommen und möglicherweise neue Rahmenbedingungen einfließen. Der Kreislauf ist demnach als Spirale zu betrachten, die immer wieder von vorne beginnt und dabei höhere Ebenen erreicht (ebd.).

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Präsidium

Das Präsidium leitet die Hochschule (gem. § 16 Abs. 1 HG NRW, § 7 Abs. 1 Grundordnung der Universität Paderborn). Dem Präsidium obliegen nach § 16 Abs. 1 Hochschulgesetz NRW insbesondere folgende Aufgaben:

  • Entwurf des Hochschulentwicklungsplan einschließlich des Studienangebots, der Forschungsschwerpunkte sowie der Hochschulorganisation als verbindlichen Rahmen für die Entscheidungen der übrigen Gremien, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger unter Berücksichtigung der Entwicklungspläne der Fakultäten.
  • verantwortlich für die Durchführung der Evaluation nach § 7 Abs. 2 und 3 HG NRW und für die Ausführung des Hochschulentwicklungsplans.
  • zuständig für den Abschluss von Zielvereinbarungen gemäß § 6 Abs. 2 HG NRW im Benehmen mit dem Senat.

Dem Präsidium der Universität Paderborn gehören hauptamtlich die Präsidentin/ der Präsident und die Vizepräsidentin/ der Vizepräsident für Wirtschafts- und Personalverwaltung und nebenamtlich die Vizepräsidentin/ der Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, die Vizepräsidentin/ der Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer, die Vizepräsidentin/ der Vizepräsident für Internationale Beziehungen sowie die Vizepräsidentin/ der Vizepräsident für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement an.

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Qualitätsmanagementsystem

Hochschulen benötigen Qualitätsmanagementsysteme für Studium und Lehre, die den unterschiedlichen Fachkulturen und Hochschulprofilen Rechnung tragen. Sie dienen ihnen zur Unterstützung interner Steuerungsentscheidungen und der Rechenschaftslegung nach außen. Qualitätsmanagement mit differenzierter Form der Umsetzung ist dabei autonome Aufgabe der Hochschule. Es ist ihre Entscheidung, welches System der internen Qualitätssicherung umgesetzt wird (HRK, 2019).

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Qualitätssicherung

Qualitätssicherung kann als Sammelbegriff für alle Maßnahmen beschrieben werden, die festgelegt wurden, um eine bestimmte vordefinierte Qualität zu erreichen. Qualitätsentwicklung geht davon aus, dass Qualität immer wieder neu definiert und verbessert werden kann und soll. In der Hochschullandschaft unterscheidet man zwischen interner und externer Qualitätssicherung/-entwicklung.

Die interne Qualitätssicherung/-entwicklung bezieht sich auf alle Maßnahmen und Prozesse, die innerhalb einer Hochschule ablaufen und unternommen werden, um Standards zu erreichen, zu halten und sich darüber hinaus weiterzuentwickeln.

Externe Qualitätssicherung kann zu verschiedenen Zwecken durchgeführt werden, z. B. um nationale akademische Standards für die Hochschulbildung zu wahren, zur Rechenschaftslegung, um unabhängig überprüfte Informationen zu Programmen oder Hochschulen öffentlich bereitzustellen, um die Qualität zu verbessern und zu steigern. Die Verfahren der externen Qualitätssicherung sind etwa die Programmakkreditierung oder die Systemakkreditierung (HRK, 2019).

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Senat

Das Hochschulgesetz des Landes NRW regelt die Angelegenheiten des Senats. Gemäß § 22 Abs. 1 HG NRW ist der Senat zuständig für:

  • die Mitwirkung durch seine Mitglieder in der Hochschulwahlversammlung an der Wahl und Abwahl der Mitglieder des Rektorats;
  • Stellungnahme zum jährlichen Bericht des Rektorats;
  • Erlass und Änderung der Grundordnung, von Rahmenordnungen und Ordnungen der Hochschule;
  • Billigung von Planungsgrundsätzen im Sinne von § 16 Absatz 1a Satz 1;
  • Empfehlungen und Stellungnahmen zum Entwurf des Hochschulentwicklungsplans nach § 16 Absatz 1a und des Hochschulvertrags nach § 6 Absatz 3, zu den Evaluationsberichten nach § 7 Absatz 2 und 3, zum Wirtschaftsplan, zu den Grundsätzen der Verteilung der Stellen und Mittel auf die Fachbereiche, zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen, zentralen Betriebseinheiten und der Medizinischen Einrichtungen;
  • Empfehlungen und Stellungnahmen in Angelegenheiten der Forschung, Kunst, Lehre und des Studiums, die die gesamte Hochschule oder zentrale Einrichtungen betreffen oder von grundsätzlicher Bedeutung sind.

Gemäß § 9 Abs. 1 der Grundordnung der Universität Paderborn gehören als stimmberechtigte Mitglieder zwölf Vertreterinnen oder Vertreter der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, sechs Mitglieder der Gruppe der akademischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vier Mitglieder der Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Technik und Verwaltung und sechs Mitglieder der Gruppe der Studierenden an.

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The University for the Information Society