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Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Vortragsreihe im Wintersemester 2019-2020

Auch in diesem Semester werden die Sondervorträge im Studium für Ältere fortgeführt. Achten Sie bitte bei den unten aufgeführten Veranstaltungen jeweils auf den angegebenen Veranstaltungsort. Die Vorträge / Workshops geben einen Überblick über „Ausgewählte Themen aus den Bildungswissenschaften“.
An den einzelnen Vorträgen können Sie ohne Anmeldung teilnehmen.
Für die beiden Workshops von Dr. Edith Rüdell ist eine Anmeldung zwingend erforderlich.
Dafür reicht es, wenn Sie eine E-Mail (studium-fuer-aeltere[at]upb[dot]de) an unser Büro schicken.

Di. 01.10.2019 – 16:00 bis 17:30 Uhr - Informationen zum Studium für Ältere / Übersicht über die Vorlesung

Universität Paderborn, Hörsaal B 1
Referenten: Team Studium für Ältere

Allgemeine Informationen zum Studium für Ältere (Team Studium für Ältere)
Vorstellung des Zertifikatsstudiums von T. Franke, A. Sabellek und P. Schneider
 

Di. 08.10.2019 – 16:00 Uhr - Führung durch die Universitätsbibliothek

Universität Paderborn
Treffpunkt 16:00 Uhr Kassenautomat im Eingangsbereich Bibliothek.
Die Führung dauert ca. 60 Minuten.
 

Di. 22.10.2019 – 17:00 bis 18:30 Uhr - Wo kommen die Algorithmen her?

Universität Paderborn, Hörsaal B 1 
Referent: Prof. Dr. Volker Peckhaus, Universität Paderborn

Die Macht der Algorithmen scheint uns zunehmend zu beherrschen. Sie dienen der Analyse der Daten, die jeder von uns in großer Menge Tag für Tag hinterlässt. Damit sollen automatisierte Entscheidungen getroffen werden, manche wohl auch zu unserem Wohl. Gleichwohl laden sie zum Missbrauch ein, liefern uns als gläserne Menschen, denen aus, die die Algorithmen besitzen.
Der Vortrag geht den Ursprüngen algorithmischen Denkens nach, die mit der Entstehung der modernen Logik zusammenfallen. Die Entwicklung regelgeleiteter Methoden und logischer Kalküle (rechnendes Denken) etwa bei René Descartes und Gottfried Wilhelm Leibniz oder auch der modernen Mathematischen Logik bei Ernst Schröder war eng verbunden mit der umfassenderen Suche nach wissenschaftlichen Universalsprachen. Algorithmen und Kalküle stellten dabei die Syntax dieser Sprachen dar. Die damit gegebenen Verknüpfungs- und Transformationsregeln dienten der Steigerung der Effizienz logischen Schließens und der Erschließung neuen (d. h. noch nicht gewußten) Wissens.
 

Di. 29.10.2019 – 16:00 bis 17:30 Uhr - Versorgung chronisch Kranker in NRW

Universität Paderborn, Hörsaal B 1 
Referent: Dr. Bernd Hagen, Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland

In den kommenden Jahren nimmt der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung Nordrhein-Westfalens deutlich zu. Während die Zahl der 65-Jährigen und Älteren 2018 bei 3,74 Millionen lag, wird sie 2040 bei etwa 5 Millionen liegen. Dies entspricht einer Zunahme von 33 % gegenüber 2018. In einzelnen Landesteilen wird diese Zunahme sogar noch deutlich stärker ausfallen. So wird für den Kreis Paderborn eine Steigerung um 56 % erwartet, diese wird in NRW nur noch von derjenigen im Kreis Borken (+ 58 %) und im Kreis Coesfeld (+ 59 %) übertroffen.

Mit zunehmendem Alter sind Menschen immer häufiger von chronischen Erkrankungen betroffen. Es wird zum Beispiel geschätzt, dass in der Gruppe der 65-Jährigen und Älteren ungefähr 20–24 % an Diabetes mellitus, 13–20 % an chronischer koronarer Herzkrankheit, 21–22 % an chronischer Herzinsuffizienz und 9–13 % an chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) leiden. Hinzu kommt ein wachsender Anteil multimorbider Patienten, also solcher, die gleichzeitig von drei oder mehr chronischen Erkrankungen betroffen sind.

Diese Zahlen zeigen recht eindeutig, dass die Versorgung chronisch Erkrankter in NRW bereits heute eine zentrale Rolle in unserem Gesundheitswesen spielt, und diese Bedeutung wird zukünftig noch steigen. Seit 2003 setzen die Gesundheitspolitik und Medizin daher auf spezielle, so genannte strukturierte Versorgungskonzepte, die Disease-Management-Programme (DMP). Es gibt sie bereits für Diabetes mellitus Typ 2 und 1, koronare Herzkrankheit, Asthma bronchiale/COPD sowie Brustkrebs. Voraussichtlich ab 2020/2021 werden weitere DMP für Herzinsuffizienz, Depression und Rückenschmerzen hinzukommen, geplant sind auch noch Programme für Rheuma und Osteoporose.

In dem Vortrag wird die Versorgungsqualität der mittlerweile etwa 1,7 Millionen Patienten dargestellt, die derzeit in NRW in mindestens einem der etablierten DMP betreut werden. Hierbei wird sowohl auf zentrale Ergebnisse der Programme, langfristige zeitliche Trends sowie regionale Unterschiede auf der Ebene der 53 kreisfreien Städte und Landkreise Nordrhein-Westfalens eingegangen. Darüber hinaus wird versucht zu beschreiben, wie sich die medizinische Versorgung weiterentwickeln muss, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern.
 

Di. 05.11.2019 – 16:00 bis 17:30 Uhr - Geschichte der Ernährungsethik

Universität Paderborn, Hörsaal B 1 
Referentin: Jessica Harmening, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Paderborn

„Ernährung und somit Ernährungsethik wurde erstmals 1996 von Ben Mepham in seinem Werk Food Ethics dem Bereich der angewandten Ethik zugeordnet. Dabei haben sich bereits die Philosophen im antiken Griechenland mit den moralischen Aspekten der Nahrung und Nahrungsaufnahme beschäftigt. Insofern hat die Ernährungsethik eine lange Geschichte, die in einem Überblick veranschaulicht werden soll.
Wie haben sich die individualethischen Überlegungen der antiken Diätetik, über dogmatische Speisegebote und Speiseverbote, zu Fragen der Verbraucherverantwortung und globalen Verteilungsgerechtigkeit gewandelt?“
 

Do. 14.11.2019 – 16:00 Uhr - Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Paderborn

FB Kulturwissenschaften an Maria von Welser
Raum: wird noch bekannt gegeben
Maria von Welser ist die Gründerin und Moderatorin des ersten deutschen TV-Frauenjournals „ML Mona Lisa“ und mehrfach ausgezeichnete Publizistin und TV-Journalistin.
 

Di. 19.11.2019 – 14:00 bis 18:00 Uhr - Workshop: Grundlagen der Kommunikation

Universität Paderborn, Raum: wird noch bekannt gegeben
Referentin: Dr. Edith Rüdell

Im Privatleben, im Beruf oder bürgerschaftlichem Engagement sind gute kommunikative Fähigkeiten gefragt. Es gilt im Gespräch oder Vortrag Sachverhalte gut zu formulieren, eigene Meinungen und Anliegen erfolgreich zu vertreten und/oder im Team eine effektive Zusammenarbeit zustande zu bringen.
Dass die eigenen Botschaften beim Empfänger gut ankommen mögen, ist das Ziel von Kommunikation. Aber das ist leichter gesagt als getan! Für unsere Gesprächspartner schwingt neben der Sachebene die Beziehungsebene mit, sind offene oder verdeckte Appelle an unser Gegenüber und unsere eigene Befindlichkeit versteckt.
Themenabfolge/ Arbeitsschwerpunkte
1. Grundlagen menschlicher Kommunikation (nach Schulz von Thun: Vier Ohren Modell)
2. Kleine Giftküche der Kommunikation – und wie man sie vermeiden kann
3. Aktiv Zuhören lernen – Ich Botschaften senden

→ Für den Workshop melden Sie sich bitte via E-Mail an.

 

Di. 03.12.2019 – 16:00 bis 17:30 Uhr - Visuelle Wahrnehmung (Wahrnehmungsgesetze, Wahrnehmungsillusionen)

Universität Paderborn, Hörsaal B 1 
Referentin: Prof. Dr. Ruth Rustemeyer

Die „Berliner Schule der Gestaltpsychologie“ (Max Wertheimer, Wolfgang Köhler, Kurt Koffka) wurde durch umfangreiche Forschung auf dem Gebiet der Wahrnehmung bekannt und hat die bis heute gültigen Gestaltgesetze formuliert.
Im Vortrag werden im Wahrnehmungssystem immanenten Täuschungen vorgestellt, wie z.B. die Raumtäuschungen (etwa der am Horizont vergrößert erscheinende Mond) oder die geometrisch-optischen Täuschungen (z.B. die Figuren von Müller-Lyer, Ponzo etc. Für die übrigen Sinnesmodalitäten lassen sich teilweise vergleichbare Täuschungen feststellen. Eine befriedigende Erklärung der Wahrnehmungstäuschungen ist bisher nicht gelungen. Als gesichert gilt, dass sie unabhängig vom Denken, von der Augenbewegung und von den Netzhautprozessen sind.
 

Di. 10.12.2019 – 14:00 bis 18:00 Uhr - Workshop: Erfolgreich kommunizieren – aber wie?

Universität Paderborn, Raum: wird noch bekannt gegeben
Referentin: Dr. Edith Rüdell

Wollen wir erfolgreich und auf Augenhöhe miteinander reden, so erfordert das eigene Klarheit und Einfühlungsvermögen für unser Gegenüber. Dabei spielen neben der Wortwahl auch unsere Körperhaltung, Gestik, Mimik und Intonation eine wichtige Rolle.
Dieser Workshop möchte einen Blick auf die komplexen Grundlagen menschlicher Kommunikation werfen, darin unterstützen, sich eigener kommunikativer Stärken bewusst zu werden und dabei helfen, Kommunikationsfallen zu erkennen und vermeiden zu lernen.
Themenabfolge/ Arbeitsschwerpunkte
1. Effektive Kommunikation, was macht sie aus?
2. Sich eigener kommunikativer Stärken bewusst werden
3. Botschaften empfängergerecht senden lernen

➔ Für den Workshop melden Sie sich bitte via E-Mail an.

 

Di. 14.01.2020 – Sterbehilfe - Sterbebegleitung - Grenzen und Möglichkeiten der Palliativmedizin

Universität Paderborn, Hörsaal B1
Referent: Prof. Dr. med. Andreas S. Lübbe, Palliativstation, Karl-Hansen-Klinik
 

Im Lichte dessen, was in der Medizin möglich ist, dass für den einzelnen Patienten Sinnvolle zu identifizieren, ist eine Kunst in der Medizin, die gerade am Lebensende von großer Wichtigkeit ist. Zu oft werden Untersuchungen oder Behandlungen durchgeführt, deren Sinn nicht erkennbar ist, zu selten vermögen Patienten ihrem Willen Geltung zu verschaffen, indem sie eine Behandlung oder Untersuchung ablehnen.
In der Palliativmedizin kommt es besonders darauf an, zum rechten Zeitpunkt die richtigen Werkzeuge einzusetzen. Ihr Kerngebiet ist die optimale Symptomkontrolle, die bestmögliche Ausnutzung vorhanden Ressourcen, eine geeignete psychosoziale Unterstützung sowie die spirituelle Begleitung. Dabei ist das individuelle Leiden im Angesicht des nahen Endes höchst variabel und abhängig von vielen Faktoren, wie etwa der kulturellen Zugehörigkeit und religiösen Bindung. Erst durch bemühte und möglichst angepasste Kommunikation kann es gelingen, unter die Oberfläche der Fassade eines uns unbekannten Mitmenschen zu gelangen, der sein Leben gelebt hat und schwerkrank ist.
In den letzten beiden Jahrzehnten hat die Palliativmedizin in der ambulanten und stationären Versorgung große Fortschritte gemacht. Sie auf Bereiche außerhalb der Onkologie auszudehnen, also für Patienten mit Lungen-, Herz- und Nierenerkrankungen, aber auch Nerven- und Leberleiden zur Verfügung zu stellen ist eine wichtige Aufgabe der Zukunft.
 

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