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Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Di. 22.10.2019 – 17:00 bis 18:30 Uhr - Wo kommen die Algorithmen her?

Universität Paderborn, Hörsaal B 1 
Referent: Prof. Dr. Volker Peckhaus, Universität Paderborn

Die Macht der Algorithmen scheint uns zunehmend zu beherrschen. Sie dienen der Analyse der Daten, die jeder von uns in großer Menge Tag für Tag hinterlässt. Damit sollen automatisierte Entscheidungen getroffen werden, manche wohl auch zu unserem Wohl. Gleichwohl laden sie zum Missbrauch ein, liefern uns als gläserne Menschen, denen aus, die die Algorithmen besitzen.
Der Vortrag geht den Ursprüngen algorithmischen Denkens nach, die mit der Entstehung der modernen Logik zusammenfallen. Die Entwicklung regelgeleiteter Methoden und logischer Kalküle (rechnendes Denken) etwa bei René Descartes und Gottfried Wilhelm Leibniz oder auch der modernen Mathematischen Logik bei Ernst Schröder war eng verbunden mit der umfassenderen Suche nach wissenschaftlichen Universalsprachen. Algorithmen und Kalküle stellten dabei die Syntax dieser Sprachen dar. Die damit gegebenen Verknüpfungs- und Transformationsregeln dienten der Steigerung der Effizienz logischen Schließens und der Erschließung neuen (d. h. noch nicht gewußten) Wissens.
 

Di. 29.10.2019 – 16:00 bis 17:30 Uhr - Versorgung chronisch Kranker in NRW

Universität Paderborn, Hörsaal B 1 
Referent: Dr. Bernd Hagen, Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland

In den kommenden Jahren nimmt der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung Nordrhein-Westfalens deutlich zu. Während die Zahl der 65-Jährigen und Älteren 2018 bei 3,74 Millionen lag, wird sie 2040 bei etwa 5 Millionen liegen. Dies entspricht einer Zunahme von 33 % gegenüber 2018. In einzelnen Landesteilen wird diese Zunahme sogar noch deutlich stärker ausfallen. So wird für den Kreis Paderborn eine Steigerung um 56 % erwartet, diese wird in NRW nur noch von derjenigen im Kreis Borken (+ 58 %) und im Kreis Coesfeld (+ 59 %) übertroffen.

Mit zunehmendem Alter sind Menschen immer häufiger von chronischen Erkrankungen betroffen. Es wird zum Beispiel geschätzt, dass in der Gruppe der 65-Jährigen und Älteren ungefähr 20–24 % an Diabetes mellitus, 13–20 % an chronischer koronarer Herzkrankheit, 21–22 % an chronischer Herzinsuffizienz und 9–13 % an chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) leiden. Hinzu kommt ein wachsender Anteil multimorbider Patienten, also solcher, die gleichzeitig von drei oder mehr chronischen Erkrankungen betroffen sind.

Diese Zahlen zeigen recht eindeutig, dass die Versorgung chronisch Erkrankter in NRW bereits heute eine zentrale Rolle in unserem Gesundheitswesen spielt, und diese Bedeutung wird zukünftig noch steigen. Seit 2003 setzen die Gesundheitspolitik und Medizin daher auf spezielle, so genannte strukturierte Versorgungskonzepte, die Disease-Management-Programme (DMP). Es gibt sie bereits für Diabetes mellitus Typ 2 und 1, koronare Herzkrankheit, Asthma bronchiale/COPD sowie Brustkrebs. Voraussichtlich ab 2020/2021 werden weitere DMP für Herzinsuffizienz, Depression und Rückenschmerzen hinzukommen, geplant sind auch noch Programme für Rheuma und Osteoporose.

In dem Vortrag wird die Versorgungsqualität der mittlerweile etwa 1,7 Millionen Patienten dargestellt, die derzeit in NRW in mindestens einem der etablierten DMP betreut werden. Hierbei wird sowohl auf zentrale Ergebnisse der Programme, langfristige zeitliche Trends sowie regionale Unterschiede auf der Ebene der 53 kreisfreien Städte und Landkreise Nordrhein-Westfalens eingegangen. Darüber hinaus wird versucht zu beschreiben, wie sich die medizinische Versorgung weiterentwickeln muss, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern.

The University for the Information Society