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Gebäude aus Sicht des Innenhofs Show image information

Gebäude aus Sicht des Innenhofs

Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

„Schwanengesang" / "Tragödie wider Willen“

Zwei Einakter frei nach Tschechow

 

Regie: Raman Aalipour (Iran)

Regieassistenz: Marjan Vafaei (Iran)

 

Es spielen: Ann-Britta Dohle, Manfred Schlaffer

 

Schwanengesang: 

 

Mitten in der Nacht wacht die alternde Schauspielerin Annemarie in der Garderobe auf. Sie hat sich nach der Benefiz-Vorstellung betrunken und war eingeschlafen. 
Jetzt fühlt sie sich alleine, hat Angst und dennoch ist ihr, als nähme sie in dieser Nacht das Theater zum ersten Mal bewusst war. 
Nur mit einem hat sie nicht gerechnet: mit dem Souffleur Luther, der ebenfalls im Theater übernachtet. 
Und plötzlich sind die beiden Alten mitten in einem „Spiel" zwischen Sein und Schein.

 

Tragödie wider Willen:

 

Iwan Iwanowitsch braucht einen Revolver. Jetzt. Sofort. Denn nur allzu Unmenschliches verlangen seine Mitmenschen von ihm. 
Dabei wollte er sich doch nur - wie jedes Jahr - zur Sommerfrische in sein Landhaus zurückziehen. 
Wird seine alte Freundin ihm seine Bitte abschlagen?

   

    Ein Theaterabend voller Überraschungen und Wendungen, wo sich feiner Witz und Groteske, Tragödie und Komödie Aug in Aug begegnen. 

 

Premiere:              Donnerstag, 3. Mai um 19.30 Uhr 
Weitere Aufführung:  Freitag, 4. Mai um 19.30 Uhr 

 

 

König Ubu

Alfred Jarry – König Ubu

 

 

„Nirgendwo ist überall und zunächst das Land, wo man sich aufhält.“

 

(Alfred Jarry)

 

 

Vater Ubu ist ein feister, feiger Hinterbänkler, ein Parvenü und Möchtegern, kurz: ein Trottel. Aufgestachelt durch seine Frau, Mutter Ubu, und seinen Gefolgsmann Hauptmann Bordure, reißt er die Macht im Königreich Polen an sich: indem er König Wenzeslas tötet, sowie Adel, Justiz- und Finanzbeamte ‚enthirnen‘ lässt, erhebt er sich zum Potentaten, macht sich aber gleichzeitig den polnischen Königssohn Ladislas zum Feind. Vor lauter Angst flüchtet er sich mit seinem Gefolge in den einzig verbliebenen Ausweg – Krieg.

 

Was sich zunächst als historisierende Tragödie anhört, ist bei Alfred Jarry nichts anderes als „Piff, Paff, Puff“. Manchmal hört man „Hommm“, manchmal tönt es auch „Brömmm“. Sinnlichkeit statt Sinnstiftung, Comic statt Charakter – dieses Prinzip erhebt Jarry in König Ubu zum „Inbegriff alles Grotesken“. Seine Figuren sind keine psychologisch erklärbaren Helden oder Anti-Helden, sondern Marionetten und Karikaturen, die, jenseits von bestimmbaren Zeiten und Orten, schier hemmungs-los in einer Phantasie-Welt agieren.

 

 

„...denn ich wollte ‚Kasperletheater‘ machen.“

 

 

so schreibt Alfred Jarry am 08.01.1896 fast beschwichtigend, ja entschuldigend an den Direktor des Théatre de L‘Oeuvre. Sein Stück wurde kurzerhand vom Spielplan abgesetzt!

 

Seitdem geistert sein Erstling Köng Ubu, den Jarry als fünfzehnjähriger Schüler entwarf, als Phantom und Schatten durch die Spielpläne der Theaterwelt. Trotzdem oder aber gerade deshalb ist König Ubu sowohl zum Gründungsmythos wie auch zum Humus des Absurden Theaters geworden.

 

Im Sommersemester 2018 will die Studiobühne Paderborn dieses selten gespielte Stück ausloten: Charaktere, die wie Papp-Kameraden daherkommen, unkonventionelle Sprachspiele, Slapstick-Elemente, Schauspieler, die ihre Rollen nicht ganz ernst nehmen und Rollen, die ihre Schauspieler nicht ganz ernst nehmen – das und vieles mehr erwartet Sie im April und Mai an der Studiobühne der Universität.

 

 

 

Aufführungstermine:

12.04.2018 (Premiere)

15.04.2018

19.04.2018

25.04.2018

29.04.2018

05.05.2018

15.05.2018

18.05.2018

 

jeweils 19.30 Uhr

 

Kartenvorverkauf:

Pader Ticket Center

Marienplatz 2a

05251-299750

Telefonische Reservierung:

9-16 Uhr: 05251-605040

Ab 16 Uhr: 05251-602499

Abendkasse: 18:30 Uhr

Further information:
Veranstaltungen

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