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Good Practice Prüfungen - Prüfungen in der Chemie

1. Anzahl der TN

Zwei Prüfungen mit Erst- und Zweittermin, Prüfung erstellt gemeinsam mit Prof. Bauer, ca. 70 TN, beim zweiten Termin waren weniger TN dabei, ca. 20-25 TN

2. Software (z.B. PANDA-Test oder PANDA-Aufgabe; BBB, Jitsi ...)

Panda-Online-Klausur im Format Panda-Test. Es wurden verschiedene Fragetypen ausgewählt, multiple choice mit all or nothing-Auswahl war gut geeignet, da bei allen Antworten überlegt werden musste, ob 3 von 4 oder nur 2 von 4 richtig sind. Ebenso wurde das Zurückblättern im Test unterbunden und die Aufgaben wurden bei jedem TN gemischt (Reihenfolge der Fragen wurde geändert). 90 min Laufzeit. Der Tipp vom IMT, einen größeren Zeitraum blocken, wurde umgesetzt.

Bearbeitungszeit in Panda ist gut einsehbar, Zeit hat gut ausgereicht, Puffer war nicht nötig. Ein Problem gab es: TN hatte weitergeklickt, war sich aber nicht sicher, ob die Antwort gespeichert wurde. Lösung: Screenshot gemacht und dann bei einer späteren Freitextfrage als Antwort eingegeben.

3. Aufwand in der Vorbereitung (inhaltlich und technisch)

Es musste keine Hardware angeschafft werden. Benutzung von Panda war neu, da dies vorher nicht nötig war, dadurch musste sich erst richtig reingearbeitet werden. Aber es sind bereits Übungen über Panda gelaufen, dadurch war es für alle bei der Klausur leichter. Aufwand: Aufgaben mussten erheblich verändert werden, weil ursprünglich viel gezeichnet werden muss. Das geht in Panda nicht, hochladen von Bilddateien dauert zu lange und stellt eine große Herausforderung für die TN dar, deswegen wurde darauf verzichtet. Fragen sollten nicht googlebar sein, um Täuschungsversuchen zu entgehen, Fragen wurden zum Teil schwieriger gestellt als es bei Papierklausuren der Fall ist.

4. Wie haben Sie sich technisch vorbereitet (Seminar, Checkliste, Beratung)

Anfang Sommer Semester 2020 in die E-Lehre-Austauschgruppe in Panda eingeschrieben und am Kurs zu verschiedenen Fragetypen teilgenommen. Ebenso an der Fragestunde bezüglich Panda teilgenommen. Webseiten des IMT/HD genutzt. Hat geholfen, vor allem das Forum und der Austausch mit anderen. Auch Infos zu Moodle zu Fragetypen wurden benutzt.

5. Betreuung der Prüfung (alternatives Programm, Erreichbarkeit während der Prüfung …)

Telefonische Erreichbarkeit von zwei Personen, nur am Anfang gab es kleinere Probleme, z.B. das angemeldete Personen/nicht rechtzeitig angemeldete Personen die Klausur in Panda nicht sehen konnten. Diese Personen wurden dann händisch hinzugefügt, konnten danach sofort die Klausur sehen.

6. Aufwand (gespart) beim Korrigieren

Ja, es wurde Aufwand gespart, gerade bei multiple choice-Fragen, die automatisch überprüft wurden. Kurzantworten und Lückentexte müssen zum Teil nachgeschaut werden, insbesondere, falls andere Dinge drinstehen als man selbst erwartet hat. Vorschlag: Hälfte MC und Freitext, dann hält sich der Aufwand in Grenzen. Andere offene Fragentypen brauchen mehr Arbeit und mehr Kontrolle, wurden für diese Prüfungen aber nicht gebraucht.

7. Welche Probleme gab es?

Vor der eigentlichen Klausur wurden Kollegen gebeten, die Klausur durchzuarbeiten, um Probleme im Vorfeld zu erkennen. Während der Klausur sind keine Probleme aufgetreten.

8. Haben Sie Feedback von den Studierenden auf die Prüfungen bekommen?

Es wurden keine Erhebungen gemacht. Feedback zu Übungen ist zwar vorhanden, aber Studierende haben dies kaum wahrgenommen. Studierendenseite kann schlecht eingeschätzt werden.

9. Was hätten Sie gerne vor der Durchführung der ersten Online-Prüfung gewusst?

Infos zu Möglichkeiten, Software von Studierenden installieren zu lassen, die Betrug verhindern soll. Durchsetzung/Umsetzung der Studierenden war schwierig, da Informationen zu solchen Möglichkeiten zu spät gekommen sind. Bereitstellung von Betrugsschutz in Panda (shell) wäre wünschenswert, falls es so etwas gibt. Dies verhindert wohl, dass andere Fenster geöffnet werden, etc.. Die Wirksamkeit ist aber dennoch fraglich, weil die Studierenden auch weitere Geräte nutzen könnten. Kameras waren während der Prüfung aus.

10. Planen Sie einen dauerhaften Einsatz von Online-Prüfungen, eine Mischform oder die Rückkehr zur Präsenzprüfung – Was ist für die Entscheidung ausschlaggebend? Anzahl der Prüflinge, Raumproblematiken, …

Durch das viele Zeichnen soll nach Möglichkeit wieder zurück zu Präsenzveranstaltungen und Präsenzklausur, auch wenn dies mehr Korrekturaufwand bedeutet. Panda begleitend als Übung einzusetzen, macht Sinn, auch als Selbstüberprüfung für die Studierenden. Im Falle des vorliegenden Faches muss so viel Wissen abgefragt werden, was gezeichnet werden muss, das macht eine Online-Durchführung sehr schwer. Sollte es gehen, dass mit einem Stift gezeichnet werden könnte, dann sind durchaus auch Online-Prüfungen denkbar. Auch etwas mit einer Maus zu zeichnen und, sollte es erkennbar sein, wäre schon sehr hilfreich.

11. Wie haben Sie die Klausureinsicht geregelt, bzw. wurde Einsicht angefragt?

Gegen Einsicht entschieden, da es unklar war, wie dies am besten umgesetzt werden soll, gerade, wenn man es nicht in Präsenz machen will. Vorbilder haben gefehlt, wie man es Corona-konform machen kann.

12. Wie speichern/archivieren Sie Ihre Prüfung?

Hier ebenso unschlüssig. Noten und Punkte konnten aus Panda gezogen werden, aber wie kann die gesamte Prüfung gespeichert werden? Das war unklar. Wünschenswert: Bei Erstellung der Klausur gleich Fenster anklicken, dass die Ergebnisse uni-intern gesichert werden sollen. Dann braucht es keine weitere Arbeit der Dozenten. Aber Speicherung auf einer Festplatte im Büro ist auch gut, vor allem wenn Rückfragen kommen.

13. Gab es Sonderfälle (Nachteilsausgleich, technische Probleme, Barrierefreiheit …) und wie sind Sie damit umgegangen – Härtefallregelung

Im Sommersemester 2020 ist es nicht notwendig gewesen.

14. Haben Sie Täuschungsversuche festgestellt? Konnten Vorkehrungen getroffen werden, damit es keine Versuche gegeben hat?

Eher nicht, Antworten haben sich bei den Freitextaufgaben bei zwei Personen sehr geähnelt. Aber es wurde nicht weiter darauf eingegangen, da beide Antworten falsch waren und keine Punkte gegeben wurden.

15. Wie sind die Ergebnisse des digitalen Semesters im Vergleich zu vorher zu sehen? War das Semester so gut wie immer, besser, schlechter – könnte es am Prüfformat oder an der Lehre im Vorfeld liegen?

Das digitale Semester kam den Studierenden zu Gute, es gab eine deutlich niedrigere Durchfallquote, aber es sind immer noch Studierende durchgefallen. Es ist also anspruchsvoll genug gewesen. Verteilung der Ergebnisse: auch bessere Noten. Das offene Prüfungsformat mit Skript neben sich etc. ist den TN zu Gute gekommen.

16. Welche Tipps würden Sie Kollegen geben?

Die Informationen vom IMT (z.B. Checklisten) waren sehr hilfreich. Man muss aber wissen, dass es diese Infos gibt und wo man diese findet. Definitiv im Vorfeld anschauen und mögliche Fragen klären. Die Prüfung im Vorfeld testen, um mögliche Probleme auszuschließen sowie Unklarheiten und Verständnisprobleme gleich zu erkennen.

17. Gibt es noch etwas, was Sie uns mitteilen möchten?

Für den Fachbereich der Chemie sind Online-Prüfungen eher unbefriedigend, da Papier-Übungen und Papierklausuren geeigneter sind, um das Wissen abzuprüfen. Auch die Kursgröße ist entscheidend, Personen können in großen Gruppen schlechter online erreicht werden. In kleineren Gruppen ist dies sicherlich leichter. Aber sehr vieles hängt auch von den Studierenden ab. Panda kann für vieles genutzt werden, aber gerade für die Anorganische Chemie (fehlendes Zeichenfenster in Panda) ist eine Online-Umsetzung sehr schwierig.

Contact

Marina Huber-Gedert, M.Sc.

Inorganic Chemistry - Research Group Bauer

Marina Huber-Gedert
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K4.09
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The University for the Information Society