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Auf wissenschaftlichen Konferenzen und Tagungen treffen sich Expertinnen und Experten, um gemeinsam über ihre Erkenntnisse zu diskutieren. Show image information
In kurzen Vorträgen werden Forschungsergebnisse präsentiert. Show image information
Selten ist das Publikum fachfremd – aber auch Interdisziplinarität bietet neue Blickwinkel auf aktuelle Forschungsfragen. Show image information
Offene Diskussionen und Austausch sind zentrale Elemente auf Tagungen, um Wissen zu teilen und Netzwerke zu bilden. Show image information
Auch Studierende, erst am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karrieren, sind auf Fachtagungen willkommen und können so Wissenschaft direkt erfahren. Show image information

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Auf wissenschaftlichen Konferenzen und Tagungen treffen sich Expertinnen und Experten, um gemeinsam über ihre Erkenntnisse zu diskutieren.

Photo: Universität Paderborn, Roland Mikosch

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

In kurzen Vorträgen werden Forschungsergebnisse präsentiert.

Photo: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Selten ist das Publikum fachfremd – aber auch Interdisziplinarität bietet neue Blickwinkel auf aktuelle Forschungsfragen.

Photo: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Offene Diskussionen und Austausch sind zentrale Elemente auf Tagungen, um Wissen zu teilen und Netzwerke zu bilden.

Photo: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Auch Studierende, erst am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karrieren, sind auf Fachtagungen willkommen und können so Wissenschaft direkt erfahren.

Photo: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

| Pressemitteilung

Sozialer Abstieg

Neue Studie der Universität Paderborn erforscht Ursachen

Ängste vor dem sozialen Abstieg sind bei Personen am größten, die wenig verdienen und sich am unteren Rande der Gesellschaft befinden. Die Sorge, den eigenen Lebensstandard auf Dauer nicht aufrechterhalten zu können, betrifft auch die Mittelschichten. Das hat jetzt eine durch die Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie von Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Universität Paderborn, ergeben. In einer Vorgängerstudie hatte die Soziologin bereits gezeigt, dass die Angst vor dem sozialen Abstieg Hauptursache für rechtspopulistische Einstellungen ist.

 „Die Studie befasst sich mit den Ursachen und dem Ausmaß sozialer Abstiegsängste in Deutschland“, erklärt Kohlrausch. Dabei werde deutlich, dass Abstiegsängste trotz niedriger Arbeitslosenzahlen und guter Wirtschaftsdaten weite Teile der Bevölkerung betreffen. „Unsere Auswertungen zeigen, dass Abstiegsängste bis weit in die Mittelschichten hineinreichen und auch bei Personen mit einem relativ hohen Nettoeinkommen zu finden sind“, so die Soziologin.

Laut der Wissenschaftlerin gaben 39 Prozent der Befragten an, sich große oder sehr große Sorgen um die eigene finanzielle Situation zu machen, fast die Hälfte machte sich Sorgen um ihre finanzielle Situation im Alter. Dazu Kohlrausch: „Viele Personen haben offensichtlich Angst um ihren sozialen Status, obwohl sie nicht um ihren Job fürchten. Abstiegsängste finden verstärkt innerhalb des Erwerbssystems statt.“

Außerdem werde deutlich, dass die Auswirkungen der Digitalisierung am Arbeitsplatz ein Problem seien, das viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – insbesondere in den mittleren Gehaltsgruppen – umtreibt. Gleichzeitig seien Abstiegsängste unter Personen, die der Aussage „Durch die Digitalisierung wird die Kontrolle und Überwachung an meinem Arbeitsplatz immer größer“ zustimmen, besonders hoch. „Abstiegsängste speisen sich also nicht nur aus finanziellen Sorgen oder Sorgen um den Arbeitsplatz, sondern vielmehr aus der Angst vor einer Veränderung des Erwerbssystems, dessen Auswirkungen die eigene Situation verschlechtern und die sich der Einflussnahme des Einzelnen entziehen“, so Kohlrausch.

Abstiegsängste reflektierten ein Gefühl der sozialen Verunsicherung, das sich in den unteren sozialen Schichten mit einer schwierigen materiellen Situation erklären ließe. „Sie betrifft aber auch Personen, die nicht unmittelbar von einem sozialen Abstieg bedroht sind“, ergänzt Kohlrausch.
 

Text: Nina Reckendorf, Prof. Dr. Bettina Kohlrausch

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Bettina Kohlrausch

Prof. Dr. Bettina Kohlrausch

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