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Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Psycholinguistin Prof. Dr. Katharina Rohlfing für Forschung an Kommunikationskonzepten ausgezeichnet – Untersuchungen über Kommunikation zwischen Müttern und Kindern

Prof. Dr. Katharina Rohlfing, Psycholinguistik der Universität Paderborn, forscht gemeinsam mit Prof. Dr. Joanna Rączaszek-Leonardi, Universität Warschau, und Dr. Iris Nomikou, University of Portsmouth, an der Kommunikation zwischen drei Monate alten Kindern und ihren Müttern. Die Forscherinnen untersuchten dabei das Verhalten am Wickeltisch. Für diese Forschung ist Rohlfing jetzt vom Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ausgezeichnet worden. Auch lernende künstliche Systeme profitieren von den Ergebnissen.

„Streckt das Kind beispielsweise zufällig den Fuß in Richtung der Mutter, interpretiert diese die Geste vielleicht als Aufforderung, einen Schuh anzuziehen“, beschreibt Katharina Rohlfing eine Beobachtung aus ihren Experimenten: „Das Kind lernt aus der eigenen Handlung in Kombination mit dem sprachlichen Kommentar der Mutter, welche Bedeutung die Handlungen für das gemeinsame Ziel haben. Es entwickelt sich eine Art Interpretationsrahmen.“

„Wir forschen an grundlegenden menschlichen Kommunikationskonzepten, speziell an dem Problem der Kommunikationsabsicht: Woher weiß ich, was das Gegenüber mit seiner sprachlichen Äußerung meint? Ist die Absicht im Sprechen oder Zuhören zu finden? Verstehen wir das Erlernen dieser Konzepte besser, können wir auch einen Beitrag zum Maschinenlernen leisten“, so Rohlfing.

2013 veröffentlichte Dr. Katharina Rohlfing ihre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Interpretation dieser Kommunikation. Die Veröffentlichung erschien in einer Fachzeitschrift des IEEE, die sich mit lernenden künstlichen Systemen beschäftigt (Transactions on Autonomous Mental Development). Rohlfings Arbeit wurde unter allen veröffentlichten Forschungsergebnissen aus dem Jahr 2013 als beste ausgezeichnet.

Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2013 legte den Grundstein für die Zusammenarbeit von Prof. Dr. Katharina Rohlfing mit ihrer Forschungskollegin und Koautorin Prof. Dr. Joanna Rączaszek-Leonardi. Im Mai 2016 ist daraus das EASE-Projekt entstanden, das sich mit frühem Spracherwerb beschäftigt. Das Gemeinschaftsprojekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Nationalen Wissenschaftszentrum (NCN) in Polen gefördert.
 

Text: Johannes Pauly

The University for the Information Society