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Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur

Medienpädagoginnen und -pädagogen fordern bessere Verbreitung hervorragender Ideen der Medienbildung mit Geflüchteten

Unter der Federführung der GMK-Vorsitzenden Prof. Dr. Dorothee M. Meister fanden am 24. Oktober ein Experten/innen-Workshop und am 25. Oktober ein NRW-Fachtag zur Medienarbeit mit Geflüchteten und deren Potenzialen für den Integrationsprozess in den Landesvertretungen von Thüringen und NRW in Berlin statt.

Die Integration Geflüchteter beschäftigt hierzulande gegenwärtig zahlreiche Einrichtungen und Institutionen. Welche Unterstützungsmöglichkeiten die Medienpädagogik in außerschulischer Kinder- und Jugendarbeit und Schule bieten kann, wurde auf dem NRW-Fachtag der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) mit Expertinnen und Experten diskutiert und es wurden Empfehlungen erarbeitet. Sie zeigen, mit welchen Methoden und Formaten die Medienbildung Geflüchteter gestärkt werden kann. Auch wenn es auf dem Feld schon vielfältige Aktivitäten gibt, sind diese, so die GMK-Vorsitzende Prof. Dorothee Meister (Universität Paderborn), bislang noch zu wenig bekannt und zudem untereinander wenig vernetzt. Dies war Anlass für die Staatskanzlei NRW, den Fachtag zu unterstützen, um anhand konkreter Beispiele aus NRW zu überlegen, wie gute vorhandene Ansätze ihren Wirkungsbereich vergrößern und wie andere von den Erfahrungen lernen können.

Nachdem Prof. Friedrich Heckmann vom „europäischen forum für migrationsstudien“ (efms) die grundlegenden Faktoren einer erfolgreichen Integration aufgezeigt hatte, verwies Dr. Peter Holzwart von der PH Zürich auf spannende, auch international erprobte Ansätze, die innovative Lernmöglichkeiten etwa über Fotoprojekte eröffnen. Anhand der Aktivitäten des jfc Medienzentrums (Köln) mit seinen Kino- und Filmprojekten sowie dem internationalen Open Space Medienlabor und dem Medienprojekt Wuppertal mit der Reihe „Hin und Weg“ wurden konkrete Möglichkeiten, aber auch Hürden der Arbeit diskutiert. Die Expertinnen und Experten identifizierten Aspekte, die eine weitere medienpädagogische Arbeit besser und nachhaltiger unterstützen können. Sie empfehlen,

  • zusätzlich zu den Projekten der außerschulischen Medienarbeit in der Schule gezielte Angebote für Geflüchtete (mit Unterstützung der außerschulischen Expertise) zu realisieren,
  • spezifische Angebote für die unterschiedlichen Gruppen weiterzuentwickeln,
  • medienpädagogische Maßnahmen längerfristiger und kontinuierlicher zu fördern und
  • für die Einrichtungen selbst Räume des Austauschs und der Vernetzung zu schaffen, in denen die Arbeit mit „kollegialem“ Blick gewürdigt, reflektiert und weiterentwickelt wird,
  • die Ergebnisse der vielfältigen Projekte sichtbar zu machen und online zu präsentieren,
  • Materialien zu entwickeln und bereitzustellen, die für außerschulische und schulische Bildungskontexte nutzbar sind.

Dr. Friederike von Gross, Geschäftsführerin der GMK, versteht diese Empfehlungen als Hinweise darauf, welch wichtige und integrale Rolle die Medienpädagogik im Kontext einer qualitätsorientierten Arbeit mit Geflüchteten leisten kann. Durch das hervorragende Potenzial ihrer Mitglieder wird die GMK in diesem Zusammenhang für NRW, aber auch bundesweit ihre Scharnierfunktion wahrnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Kontakt:
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V.
Fachverband für Medienpädagogik und Medienbildung
E-Mail: gmk(at)medienpaed(dot)de
Web: www.gmk-net.de

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