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Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude. Show image information

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude.

Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Mitteilung

Neujahrsempfang 2015 der Universität Paderborn

Rund 550 Mitarbeiter, Studierende und Freunde der Universität Paderborn haben am Sonntag, 18. Januar, am 39. Neujahrsempfang im Auditorium maximum teilgenommen. Darunter auch Vertreter aus Wirtschaft, lokaler und regionaler Politik, Wissenschaft sowie Landtags- und Bundestagsabgeordnete.

In seiner traditionellen Ansprache zur Entwicklung der Hochschule erläuterte Präsident Prof. Dr. Nikolaus Risch rückblickend einige Erfolge der Universität. Dazu zähle auch, dass die Hochschule im letzten Jahr zwei von insgesamt sechs neu eingerichteten „Fortschrittskollegs NRW“ gewonnen habe. Damit habe sie sich in einem qualitativ herausragend besetzten Wettbewerbssystem durchgesetzt. Die beiden Projekte werden jeweils mit 2,6 Millionen Euro gefördert. „Sie verknüpfen auf neue Art Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Wirtschafts-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften“, so Risch. Bei dem Leicht-Effizient-Modell geht es um Extremleichtbau mit Hybridleichtstoffen und die Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten.

Auch die Eröffnung von ZenMEM, dem Kompetenzzentrum Musik – Edition – Medien, sei für die Universität ein bedeutender Schritt. Es ist eins von drei bundesweit bewilligten Zentren für die sogenannten eHumanities oder auch Digital Humanities – eine Bündelung der Bereiche Informatik und Geistes- bzw. Kulturwissenschaften. Es wird mit 1,7 Millionen Euro von dem Bundesbildungsministerium gefördert und „soll den Start eines ehrgeizigen Gesamtkonzepts markieren“, in das die Universität stark investieren werde. „Denn dies soll erst der Anfang der Digital Humanities in Paderborn sein“, so der vielversprechende Ausblick von Risch. 

Hinsichtlich der Weichenstellung und Planung für das Jahr stellte er einige Themenschwerpunkte vor. Darunter fielen einerseits eine Diskussion über Masterstudiengänge, die den zukünftigen Arbeitsmarkt in besonderer Weise antizipierten, aber auch eine kritische Reflexion des seit drei Monaten geltenden Hochschulzukunftsgesetzes. „Wir sind mit einem hohen Maß an Misstrauen konfrontiert, für das es keinen Grund gibt.“ Das Gesetz erzeuge zusätzlich Kosten und bürokratischen Aufwand auf dem Rücken der Studierenden.

Eine Riesenchance für die Universität stelle der Aspekt der Inklusion dar. „Wir arbeiten intensiv und erfolgreich am Aufbau der notwendigen personellen Kompetenz durch Gewinnung der besten Professorinnen und Professoren auf diesen Feldern“, versicherte Risch. Geplant seien bis zu 17 neue Professuren. Der neue Studiengang Sonderpädagogik/Inklusion habe kürzlich die Akkreditierungsbegehung erfolgreich durchlaufen.

Große Hoffnung machten auch die weiteren fünf Begutachtungen, die in den ersten Monaten dieses Jahres stattfinden werden. Diese wichtigen Bewertungen der Projektträger beliefen sich auf den (Mehr)Millionenbereich, verkündete der Präsident. Geplante Bauvorhaben der Universität seien das Bibliotheks- und Lernzentrum „I“ gegenüber dem neuen Gebäude „Q“, das als „kleines Schwestergebäude“ in naher Zukunft für Aufmerksamkeit sorgen werde.

Mit dem Technologie-Netzwerk, dem Spitzencluster „it’s OWL“, habe die Universität gezeigt, dass die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen sehr gut funktioniere und außerdem die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit stärke. Das Cluster sichere zudem Wachstum und Beschäftigung in OWL und bringe Impulse für die überregionale Sichtbarkeit der Region. Im Mai vergangenen Jahres erfolgte eine erste Zwischenevaluation der Jury, bei der das Cluster beste Noten erhalten habe.

Den Festvortrag mit dem Titel „Wie verändert sich die Produktion? – Industrie 4.0 und Smart Service Welt“ hat in diesem Jahr Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dr. h. c. mult. Fritz Klocke vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen gehalten. Ausgangsargumentation sei, dass viele Unternehmen gegenwärtig intelligente Systeme nutzten, um ihre Arbeitsprozesse zu optimieren. Er erläuterte hierzu die wichtigsten Veränderungen und Neuerungen im Hard- und Softwarebereich.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Hochschulorchester unter Leitung von Steffen Schiel.
 

Text: Nina Reckendorf

The University for the Information Society