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Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

Erfolgreiche Uni-Tagung des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung sowie Centre for Vocational Education and Training mit 200 Teilnehmern über Lehrerbildungsforschung

Am 5. und 6.12. 2008 fand an der Universität Paderborn eine Tagung unter dem Titel „Kompetenzdiagnose und Kompetenzentwicklung in der Lehrerbildung“ statt, die vom Centre for Vocational Education and Training (cevet) und vom Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) organisiert wurde. Die Veranstalter, beides Einrichtungen der Universität Paderborn, setzen konzeptionell Forschungsschwerpunkte im Bereich der Lehrerausbildung. Das PLAZ versteht sich als Entwicklungsagentur für innovative Ansätze und Instrumente der Lehrerbildung, insbesondere im Bereich der Kompetenzmessung. Das cevet beschäftigt sich mit interdisziplinär angelegten Forschungs- und Entwicklungsfragen der beruflichen Bildung.

Derzeit stehen in der Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen massive Veränderungen bevor. Die Reform der Lehrerausbildung, die damit verbundene Umstellung der Lehramts-Studiengänge auf ein Bachelor-Master-System sowie die Autonomie der Hochschulen sind nur einige der Aspekte, die momentan kontrovers diskutiert werden. Die Reformdebatte wird dabei nach wie vor durch „starke Überzeugungen“, weniger jedoch durch belastbare Daten bestimmt. Auch wenn innerhalb der Lehrerbildung die Anzahl der empirischen Forschungsprojekte zunimmt, so wird dennoch noch von einer „Krise fehlender Daten“ in diesem Bereich gesprochen. Weitere Defizite liegen unter anderem in der ungenügenden bildungstheoretischen Fundierung und in der mangelnden Berücksichtigung und Durchführung überregionaler Studien. Lehrerbildungsforschung bleibt noch zu oft auf die eigene Institution beschränkt und nutzt nur lokal überprüfte Instrumente zur Datenerhebung. Dies hat eine eingeschränkte Generalisierbarkeit und Vergleichbarkeit solcher Studien zur Konsequenz.

Nach der Begrüßung der fast 200 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch den Präsident Prof. Dr. Nikolaus Risch ging Prof. Dr. Niclas Schaper, Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Paderborn, Projektgruppenleiter im PLAZ und Mitglied bei cevet, auf die Ziele und Inhalte der Tagung ein. Eines der wichtigsten Ziele der Umstellung der Lehrerausbildung sei das Bestreben, die Lehrerbildung zu professionalisieren, so Schaper in seinem Eröffnungsvortrag. Fragen um die Professionalisierung der Lehrerbildung bildeten einen Schwerpunkt der Tagung, um den Defiziten innerhalb der Lehrerbildungsforschung zu begegnen. Neben drei Grundsatz-Vorträgen konnten die Teilnehmer in 42 weiteren Beiträgen im Rahmen von Workshops ihre Erkenntnisse vertiefen. Paderborn war so Ort eines fruchtbaren Austauschs in der Lehrerbildungsforschung. Eine weitere an diesem Punkt anknüpfende Tagung zur Lehrerbildungsforschung ist bereits in Planung.

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