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Verwaltung und Service

Hinweise zum Probestudium

Ein Probestudium ist ausschließlich in zulassungsfreien Bachelorstudiengängen möglich. Es erstreckt sich in der Regel über zwei Semester. Im Probestudium muss eine bestimmte Anzahl von Leistungen (Prüfungen, etc.) erbracht werden. Für die erbrachten Leistungen werden Leistungspunkte, auch ECTS genannt, vergeben. Wird die geforderte Zahl der Leistungspunkte erreicht, ist das Probestudium erfolgreich und berechtigt zur Fortsetzung des Studiums im jeweiligen Studiengang. Ausführliche Informationen zu der erforderlichen beruflichen Qualifikation (Zugangsvoraussetzungen), den Bewerbungsmodalitäten, den Möglichkeiten der Verlängerung des Probestudiums und wie und bis wann der Erfolg des Probestudiums nachzuweisen ist, finden Sie im Folgenden.

A. Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für den Zugang zu einem Probestudium ist ein Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und eine danach erfolgende mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit auch in einem der Ausbildung oder dem angestrebten Studium fachlich nicht entsprechenden Beruf.

Für Stipendiatinnen und Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogrammes des Bundes sind zwei Jahre ausreichend. Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt ist die hauptverantwortliche und selbständige Führung eines Familienhaushalts und die Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne des § 25 Absatz 5 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder die Pflege einer oder eines Angehörigen im Sinne von § 16 Absatz 5 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch – Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz.

Sofern nach dem Abschluss der Berufsausbildung erfolgt, werden als berufliche Tätigkeit außerdem angerechnet: 

  1. der freiwillige Wehrdienst nach dem Wehrpflichtgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. August 2011 (BGBl. I S. 1730) in der jeweils geltenden Fassung,
  2. der Bundesfreiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz vom 28. April 2011 (BGBl. I S. 687) in der jeweils geltenden Fassung,
  3. das freiwillige soziale Jahr,
  4. das freiwillige ökologische Jahr,
  5. die Tätigkeit als Entwicklungshelferin oder Entwicklungshelfer im Sinne des Entwicklungshelfergesetzes vom 18. Juni 1969 (BGBl. I S. 549) in der jeweils geltenden Fassung oder
  6. der Abschluss einer weiteren Berufsausbildung.

Eine mindestens hälftige Teilzeitbeschäftigung oder Übernahme der in Satz 4 oder 5 genannten Aufgaben ist als berufliche Tätigkeit mit dem entsprechenden Anteil anzurechnen.

Die dreijährige Berufstätigkeit muss bis spätestens zum 30. September für das Wintersemester bzw. bis zum 31. März für das Sommersemester abgeschlossen sein.

B. Bewerbung

Für die Bewerbung ist das Antragsformular "Bewerbung für beruflich Qualifizierte" zusammen mit den Nachweisen über die abgeschlossene Berufsausbildung und die dreijährige berufliche Tätigkeit in amtlich beglaubigter Kopie innerhalb der auf den Internetseiten des Studierendensekretariats bekanntgegebenen Bewerbungsfristen einzureichen.

Der Nachweis über die ausreichende Berufstätigkeit kann ggfs. bis spätestens zum 30. September für das Wintersemester bzw. bis zum 31. März nachgereicht werden. Bei Vorliegen besonderer Gründe kann diese Frist bis zu zwei Wochen verlängert werden. Hierfür ist ein formloser schriftlicher Antrag mit Begründung und entsprechenden Belegen ebenfalls innerhalb der vorgenannten Frist 30.09./31.03. einzureichen.

Die Einschreibung erlischt, wenn der Nachweis über die ausreichende berufliche Tätigkeit nicht fristgerecht eingereicht wird.

C. Dauer des Probestudiums

Das Probestudium dauert 2 Semester. Eine Verlängerung des Probestudiums ist in folgenden Fällen möglich: 

  1. für Teilzeitstudierende entsprechend dem Verhältnis der Regelstudienzeit in Teilzeit zur Regelstudienzeit in Vollzeit, gerundet zu vollen Semestern, (Ein Teilzeitstudium ist zurzeit an der Universität Paderborn nicht möglich.)
  2. bei Behinderung oder chronischer Erkrankung um höchstens zwei Semester unter Berücksichtigung des Grads der Einschränkung der Studierfähigkeit,
  3. bei Mitwirkung als gewählte Vertreterin oder gewählter Vertreter in Organen der Hochschule, der Studierendenschaft, der Fachschaften der Studierendenschaft oder der Studierendenwerke um höchstens ein Semester,
  4. bei Wahrnehmung des Amtes der oder des Gleichstellungsbeauftragten um höchstens ein Semester,
  5. bei Pflege und Erziehung eines minderjährigen Kindes im Sinne von § 25 Abs. 5 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes in der jeweils gültigen Fassung um höchstens zwei Semester,
  6. bei Pflege einer oder eines Angehörigen im Sinne von § 16 Abs. 5 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung um höchstens zwei Semester oder
  7. bei sonstigen vergleichbaren Umständen um höchstens 2 Semester. 

Die Verlängerung des Probestudiums ist schriftlich mittels Formular beim Studierendensekretariat zu beantragen. Dem Antrag sind entsprechende Nachweise und im Fall der Beantragung nach Nr. 7 eine ausführliche schriftliche Begründung beizufügen. Empfohlen wird, die Beantragung umgehend nach Eintritt des Umstands nach Nr. 1 bis 7 vorzunehmen, z. B. im Fall der Kindererziehung bereits zusammen mit der Bewerbung. Der Antrag ist spätestens bis zum Ende der Rückmeldefrist zu stellen für das Semester, das dem letzten Probesemester folgt. 

Eine Beurlaubung unterbricht das Probestudium. 

D. Nachweis des erfolgreichen Probestudiums 

Das Probestudium ist erfolgreich, wenn

  • in Bachelorstudiengängen pro absolviertem Probesemester durchschnittlich mindestens 20 Leistungspunkte nach dem Europäischen Credit-Transfer-System erworben wurden oder
  • in Studiengängen, die mit einer staatlichen oder kirchlichen Prüfung abgeschlossen werden, mindestens zwei Drittel erfolgreiche Studien- und Prüfungsleistungen erbracht wurden, die in der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung innerhalb der absolvierten Probesemester vorgesehen sind.
  • Das verlängerte Probestudium ist erfolgreich, wenn mindestens die Leistungspunkte bzw. Studien- und Prüfungsleistungen nachgewiesen werden, die im Fall eines zweisemestrigen Probestudiums nachzuweisen wären. 

Der Nachweis des erfolgreichen Probestudiums erfolgt in zwei Schritten: 

Schritt 1:   Dem Studierendensekretariat ist bereits bis zum Ende des letzten Probesemesters (30.09./31.03.) unaufgefordert nachzuweisen, dass das Probestudium auf Grund der bereits erbrachten und der angemeldeten Leistungen voraussichtlich erfolgreich abgeschlossen werden kann. Hierfür ist eine Bestätigung des Zentralen Prüfungssekretariats (ZPS) bzw. für Lehramtsstudiengänge des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) einzureichen. Bis zum Eingang dieser Bestätigung sind keine Veranstaltungsanmeldungen für das folgende Semester möglich, da Ihre Rückmeldung nicht vorgenommen werden kann.

Schritt 2:   Der Erfolg des Probestudiums ist schließlich ebenfalls unaufgefordert mit Bestätigung des ZPS bzw. des PLAZ bis spätestens zwei Wochen nach Vorlesungsbeginn des auf das Probestudium folgenden Semesters nachzuweisen.

Wird eine der Bestätigungen nach Schritt 1 oder Schritt 2 nicht oder nicht fristgerecht eingereicht, ist eine Rückmeldung in diesem Studiengang/diesem Studienfach nicht mehr möglich und es erfolgt die Exmatrikulation aus diesem Studiengang/Studienfach.

Falls das Probestudium nicht erfolgreich abgeschlossen wird, kann unter Umständen die Umschreibung in einen anderen zulassungsfreien Studiengang/ein anderes zulassungsfreies Studienfach erfolgen. Hierzu erkundigen Sie sich bitte frühzeitig bei den zuständigen Sachbearbeitern/Sachbearbeiterinnen des Studierendensekretariats.

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