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SoTL an der Universität Paderborn

 

Was ist SoTL?

„Scholarship of Teaching and Learning ist die wissenschaftliche Befassung von Hochschullehrenden in den Fachwissenschaften mit der eigenen Lehre und/oder dem Lernen der Studierenden im institutionellen Umfeld durch Untersuchungen und systematische Reflexionen mit der Absicht, die Erkenntnisse und Ergebnisse der interessierten Öffentlichkeit bekannt und damit dem Erfahrungsaustausch und der Diskussion zugänglich zu machen." (Definition: Huber et.al. 2014, S.7)

Scholarship of Teaching and Learning, kurz SoTL, hat sich im angloamerikanischen Hochschulbildungssystem entwickelt und hat sich spätestens seit der Gründung der International Society for the Scholarship of Teaching & Learning (ISSOTL) im Jahre 2004 im angloamerikanischen Hochschulkontext etabliert. Auch in der europäischen Bildungsforschung zeigt sich eine Bewegung, die SoTL in verschiedenen Ländern, ähnlich der des Lehrportfolios, vorantreibt.

Auch die Universität Paderborn – speziell durch die Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik – beteiligt sich an dieser Bewegung und bietet durch eine angeleitete Unterstützung von SoTL, den Lehrenden aller Disziplinen die Möglichkeit ihre Lehre und die Auswirkungen auf das Lernen der Studierenden weiterzuentwickeln und evidenzbasiert zu reflektieren. Dies geschieht durch das Stellen konkreter Forschungsfragen, der Sichtung von Literatur, das Sammeln verschiedenster relevanter Daten und der anschließenden Auswertung dieser auf der Grundlage wissenschaftlicher Richtlinien (NHHL A1.10). Die Lehrenden bedienen sich in diesem Prozess der Forschungsmethodik ihres eigenen Faches.

Die Veröffentlichungen der gewonnenen Ergebnisse bildet einen wichtigen Bestandteil des Vorgehens, um die Erkenntnisse für andere Lehrende sowie für die Community – speziell Lehrenden des gleichen Fachs – zugänglich zu machen. Insbesondere erweitert die Sichtbarmachung das „scholary teaching“ zum „Scholarship of Teaching and Learning“.

 

Mehrwert

Der/die SoTL-Forscher*in hat die Möglichkeit seine Lehrerfahrungen und formalisierten Erkenntnisse zu veröffentlichen und damit anderen Lehrenden aus vergleichbaren Fächern zugänglich zu machen. Darüber hinaus setzt sich der/die Forscher*in intensiv mit der disziplinären Bildungsforschung auseinander, sodass ein vertiefter Einblick und Umgang mit diesem Bereich des eigenen Faches gefördert wird. Nicht zuletzt professionalisiert der/die Lehrende die eigene Lehre, wodurch die wissenschaftlichen und akademischen Erfahrungsbereiche nachweisbar erweitert werden.

Im Rahmen des Zertifikatsprogramms „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ in Paderborn, schließen die Lehrenden das dritte Modul durch SoTL ab.

 

Forschungsthemen

Im Fokus stehen die Auswertungen die in der eigenen Veranstaltung angewandten innovativen Lehr- und Lernformen an der Universität Paderborn. Innerhalb von SoTL wird „Lehren und Lernen“ als ein weites Feld verstanden, d.h. dass sowohl innovative Lehr- und Lernformen, sowie innovatives Prüfen, Evaluation und Feedback oder die Gestaltung von Studienmodulen und Studiengängen berücksichtigt werden dürfen.

Dem Credo „shift from teaching to learning“ (vgl. Barr & Tagg, 1995) folgend liegt im Zentrum der Beiträge das studentische Lernen und deren Kompetenzerwerb. Als besonderes Merkmal der Beiträge gilt die Berücksichtigung des an der Universität Paderborn vorherrschenden Rahmens des Lehrens und Lernens. Des Weiteren schafft SoTL die Option für den Austausch über die Unterschiede und Besonderheiten der Lehre in den verschiedenen Fächern und die Grundlage zur Entwicklung hochschulischer Fachdidaktiken.

 

Zielgruppe

Die Zielgruppe stellen insbesondere die Lehrenden oder die in die Lehrorganisation eingebundenen Mitarbeiter*innen der Universität Paderborn dar. Darüber hinaus sind die Zielgruppe der entstehenden Beiträge, alle Lehrenden und Studierenden desselben Fachgebietes anderer Hochschulen.

Das Angebot gilt für alle Mitarbeiter*innen und ProfessorInnen der Universität Paderborn und ist hier unter anderem im Modul 3 des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramm „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ verankert. Auch interessierte Lehrende außerhalb des Programms sind gerne eingeladen das Team der Stabsstelle anzusprechen.

Literatur

Barr, R. & Tagg, J., (1995) From Teaching to Learning: A New Paradigm for Undergraduate Education. Change 26(6), 12-25.

Huber, L., Pilniok, A., Sethe, R., Szczyrba, B. und Vogel, M.P. (Hrsg.). (2014). Forschendes Lehren im eigenen Fach: Scholarship of Teaching and Learning in Beispielen. Bielefeld: Bertelsmann.

Braukmann, J., Bücker, D., Kordts-Freudinger, R., Schulte R. & Velibeyoglu, N., (2018). Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) als Bestandteil hochschuldidaktischer Zertifikatsprogramme am Beispiel der Universität Paderborn. Neues Handbuch Hochschullehre 3811707, A1.10. Abgerufen von www.nhhl-bibliothek.de/api-v1/article/!/action/getPdfOfArticle/articleID/1180/productID/10

Paderborner SoTL-Artikel

Dröge, M., (2017). Online-Textfeedback mit Unterstützung einer Textographin im Rahmen einer schreibintensiven Lehrveranstaltung. Die Hochschullehre, 3.

Flotmann, C., (2014). Wiki-Wonderland? – Eine qualitative Analyse zu Vor- und Nachteilen von Wikis für Lehrende und Studierende. Die Hochschullehre.

Haak, I., (2016). Was macht eine gute Übung aus? – Ein Vergleich von Vorstellungen zum physikalischen Übungsbetrieb. Die Hochschullehre, 2.

Hallmann, C., (2014). Spielst du noch oder lernst du schon? – Spielend lernen in der Vorlesung. Die Hochschullehre.

Hellweg, J., (2016). Entwicklung von Evaluationsinstrumenten zur Selbst- und Fremdeinschätzung der prozessbezogenen Kompetenzen von Tutor*innen in Lernbegleitungsgesprächen. Die Hochschullehre,  2.

Herbst, J.P., (2016). Kommunikation und Wissenskonstruktion – Eine quantitative Studie zum Einsatz kommunikationsanregender Methoden in der Vorlesung. Die Hochschullehre, 2.

Hirsch, J., (2017). Subjektive Theorien zum Lehren und Lernen von Lehramtsstudierenden vor und nach der ersten Fachdidaktik-Lehrveranstaltung. Die Hochschullehre, 3.

Kaimann, D., (2014). Benutzerfreundlichkeit von Lernüberprüfungen – Ein Vergleich von papierbasierten und elektronischen Prüfungen. Die Hochschullehre.

Kamin, A.M., (2014). Zwischen Konsistenz und Korrektur – Lehrdispositionen von Lehrenden aus den Kulturwissenschaften. Die Hochschullehre.

Kohlmeyer, S., (2016). Anstöße zur Selbstreflexion im Lehramtsstudium durch themenorientierte Workshops. Die Hochschullehre, 2.

Rach, J., (2009). Mit Verantwortung lernen! Handlungsorientierte Vermittlung von Schlüsselkompetenzen im naturwissenschaftlichen Kontext. Neues Handbuch Hochschullehre 2390910, E 1.7.

Rath, V., (2016) Fachpraktische Ausbildung von Paderborner Physiklehramtsstudierenden. Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines neuen Lehrkonzepts für das physikalische Praktikum `Schulphysik I´ im Haupt- und Realschulstudiengang Physik. Die Hochschullehre, 2.

Vogel, M.P., (2009). Gute Hochschullehre: Biografie eines Selbstversuchs. Neues Handbuch Hochschullehre 2370905, J 1.5.

Wahle, M., (2017). Traditionelle Übungen vs. Gruppenübungen in naturwissenschaftlichen Fächern. Die Hochschullehre, 3.

Weber, J., (2017). Praktische Anwendungen des Bierspiels als Rollenspielsimulation in der Hochschullehre zur Förderung des Verständnisses betriebswirtschaftlicher Phänomene. Die Hochschullehre, 3.

Weich, T. & Hoffmann, M., (2017). Exkursinhalte in der fachmathematischen Lehramtsausbildung: Wie man das Wesen und die Rolle der Mathematik vermittelt. Die Hochschullehre, 3.

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