Struktur des Basismoduls - Gesamtübersicht 

Das 1. Modul (Basismodul) des Zertifikatsprogramms "Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule" umfasst insgesamt 80 bis 90 Arbeitseinheiten. Grundlegende Fragen des Lehren und Lernens, die Organisation von Lehr-/Lernprozessen, und die eigene Rolle als Lehrende/r stehen im Mittelpunkt dieses Moduls. Durch die Angebotswahrnehmung aller Fakultäten soll die (kritische) Auseinandersetzung mit der im eigenen Fach vorahndenen Lehr-/Lernkultur und ein Vergleich mit anderen Fachkulturen angeregt und untersützt werden. Die Ziele werden in der folgenden Struktur verfolgt und umgesetzt (Link zum .pdf)

Teil 1 des Basismoduls: Einführungsveranstaltung "Lehren und Lernen" - 50 AE

Diese Veranstaltung bildet den Kern des Paderborner Basismoduls und ist daher mit der Erstberatung obligatorisch. Es handelt sich um eine Sequenz aus Startworkshop (2 Tage), Praxisphase und Abschlussworkshop (1 Tage). Eine Übersicht über den Ablauf der Einführungsveranstaltung finden Sie hier:

Präsenzworkshops:

Dieser erste Workshop im Rahmen der gesamten Veranstaltung ?Lehren und Lernen? dient der eigenen Positionie­rung im Handlungsfeld ?Lehren, Lernen und Didaktik? und dem Erwerb von Basiskompetenzen in der Wahr­nehmung, Beobachtung und Bewertung von Lehr-Lernprozessen. Dieses sind Voraussetzungen für die bewusste Gestaltung der eigenen Lehre und der Identifikation des eigenen Fortbildungsbedarfs. Das Verfahren der Rückmeldung wird in verschiedenen Feedback-Verfahren geübt. Die Teilnehmenden vernetzen sich für die Praxisphase (Hospitationen und kollegialer Fallberatung) und werden anhand von authentischen, von den Teilnehmen­den mitgebrachten Simulationen von Lehr-Lernsituationen auf diesen aktiven Prozess des kollegialen Aus­tausches vorbereitet.  Im Workshop selbst finden verschiedene Elemente ?aktivierender Lehre? Verwendung, so dass diese aus der Perspek­tive der Teilnehmenden selbst erfahren und reflektiert werden können. Sie können als Impuls für die eigene Gestaltung von Lehre verwendet werden.  In zweiten Teil ?Lehren und Lernen? werden die im Rahmen des ersten Workshops und der Praxisphase gesammelten Erfahrungen ausgewertet und mit Blick auf anstehende Herausforderungen vertieft.

Praxisphase und Selbststudium:

Die Praxisphase ist das eigentliche Kernstück der Veranstaltung ?Lehren und Lernen?, , in das die Fortbildungen der Hochschuldidaktik zurückwirken sollen: die Realsituationen der Lehre.

  • Gegenseitige Veranstaltungshospitationen: Die Teilnehmenden des Workshops beteiligen sich an Hospitationsgruppen (3-4 Personen). Das Hospitieren übt das Beobachten und Bewerten von Lehr-Lernprozessen sowie das Geben von Feedback. Es schärft die Wahrneh­mung für eigene Handlungsfelder und Gestaltungsmöglichkeiten in der Lehre.
  • Kollegiale Beratung Lehrende stellen im kollegialen Kreis Situationen aus der eigenen Praxis mit besonderer Fragestellung dar. Im kollegia­len Rahmen gibt es Rückmeldungen, Impulse für die eigene Vorgehensweise, Gelegenheit zum Aus­tausch, zur Erweiterung der eigenen Wahrnehmung und Professionalisierung der eigenen Lehre.
  • Einstieg in die Portfolioarbeit ? Phasen des Selbststudiums: In den drei Phasen der Grundlagenveranstaltung sind verschiedene dokumentierende und reflexive Elemente (Selbst- und Fremdreflexion) enthalten.  Diese (und wenn vorhanden auch weitere Elemente der persönlichen Lehr- und Lernbiographie als Hochschullehrender) werden begleitend gesammelt und zu einer Mappe zusammengestellt. Darüber hinaus werden Sie im Rahmen des Workshops gezielt einige Aufgaben von den Workshopleitern erhalten, die im Rahmen der Praxisphase zu absolvieren sind.

Teil 2 des Basismoduls: Workshops nach Wahl - 24-32 AE

Der Einstiegsworkshop "Lehren und Lernen" wird durch ein Spektrum von Workshops ergänzt, die sich z.T. vertiefend und z.T. mit grundlegenden hochschuldidaktischen Fragen befassen. Im Basismodul arbeiten die TeilnehmerInnen schwerpunktmäßig an Grundfragen des Lehrens und Lernens. Die Organisation von Lernprozessen - somit das Themenfeld "Lehren und Lernen" steht im Zentrum, jedoch werden auch Workshops zu den anderen Themenfeldern bereits im I. Modul angeboten.

Ein Teil der Arbeitseinheiten kann auch durch weitere kollegiale Beratungen und Hospitationen absolviert werden (max. 8 AE). Darüber hinaus können die TeilnehmerInnen des Zertifikatsprogramms auch Einzelberatungen mit oder Hospitationen durch MitarbeiterInnen der Hochschuldidaktik anerkennen und in Anspruch nehmen (max. 8 AE).

Insgesamt müssen im Rahmen des Basismoduls weitere Workshops/Beratungsangebote im Umfang von 24 bis 32 Arbeitseinheiten, d.h. z.B. 3-4 Workshoptage (Präsenz- und Selbststudium) absolviert werden. Das Programm ist so flexibel angelegt, dass ein hohes Maß an Bedarfsorientierung und Nutzbarkeit gegeben ist.

Daher kann die Auswahl und Zusammenstellung der Weiterbildungsangebote durch eine Beratung der MitarbeiterInnen der Hochschuldidaktik unterstützt werden.

Teil 3 und Abschluss des Basismoduls: Dokumentation und Reflexion der eigenen Weiterbildung. Das (Lern-)Portfolio - 6 AE 

Die schriftliche Dokumentation und Reflexion des (bisherigen) Weiterbildungsprozesses ist als Element des Paderborner Basismoduls Voraussetzung für das Erlangen des I. Zertifikats. Die Dokumentation und Reflexion sollte sinnvollerweise am Ende des letzten obligatorischen Workshops im Basismodul angefertigt werden. Auf Wunsch können Sie uns vor Anfertigung der schriftlichen Fassung Ihr Portfolio zukommen lassen, um sich von uns für die individuelle Ausgestaltung der Reflexion beraten zu lassen. Nachdem Sie das Portfolio und die ausführliche schriftliche Reflexion zum Ende des Basismoduls erstellt haben, laden wir Sie zu einem Reflexions- und Entwicklungsgespräch ein. Dieses Gespräch sollte von Ihnen dokumentiert werden, so dass Sie es abschließend in Ihr Portfolio als Zwischenbilanz einbringen können.

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