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Willkommen an der Universität Paderborn. Bildinformationen anzeigen
Seit 45 Jahren gibt es den Hochschulstandort und den Campus der Universität Paderborn. Bildinformationen anzeigen
Zum Wintersemester 2017/18 lernen, arbeiten und forschen insgesamt ca. 19.700 Studierende (vorläufiger Stand: 28. September 2017) auf dem Campus der Universität Paderborn. Bildinformationen anzeigen
Der Uni-Campus: Im Frühjahr und Sommer viel Grün – im Herbst ein buntes Blättermeer. Bildinformationen anzeigen
Ob Grundlagenforschung oder angewandte Wissenschaft – an der Universität Paderborn werden junge Menschen für die Zukunft ausgebildet. Bildinformationen anzeigen

Start ins Wintersemester 2017/18

Willkommen an der Universität Paderborn.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Start ins Wintersemester 2017/18

Seit 45 Jahren gibt es den Hochschulstandort und den Campus der Universität Paderborn.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Start ins Wintersemester 2017/18

Zum Wintersemester 2017/18 lernen, arbeiten und forschen insgesamt ca. 19.700 Studierende (vorläufiger Stand: 28. September 2017) auf dem Campus der Universität Paderborn.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

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Der Uni-Campus: Im Frühjahr und Sommer viel Grün – im Herbst ein buntes Blättermeer.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

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Ob Grundlagenforschung oder angewandte Wissenschaft – an der Universität Paderborn werden junge Menschen für die Zukunft ausgebildet.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Gemeinsame Pressemitteilung der Universität Paderborn, der Hochschule für Musik Detmold und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Ein Traum für Musiker: Geisteswissenschaftler und Informatiker schaffen neuartige Zugänge zur musikalischen Überlieferung

Die Universität Paderborn, die Hochschule für Musik Detmold und die Hochschule Ostwestfalen-Lippe gründen ein Kompetenzzentrum „Musik – Edition – Medien“. Das BMBF stellt 1,7 Millionen Euro bereit.

Orchesterprobe: Die Musiker haben vor sich keine Notenblätter, sondern Tablets liegen. Der Dirigent trägt auf seinem Bildschirm einen neuen Akzent ein, der automatisch in allen Orchesterstimmen landet und in den Noten des aufnehmenden Tonmeisters rot aufblinkt. – Das klingt nach Zukunftsmusik, ist aber nicht mehr weit von der Realität entfernt: In Ostwestfalen-Lippe entwickeln Musik- und Medienwissenschaftler gemeinsam mit Informatikern eine Software, mit der nicht nur Noten digital erfasst und bearbeitet werden können. Sie wird auch eine Revolution in der Geschichte der Musikedition zur Folge haben.

Ausgehend von der weltweit konkurrenzlosen Software „Edirom“, wollen die beteiligten Forscherinnen und Forscher der Universität Paderborn, der Hochschule für Musik Detmold und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe die Ergebnisse der Erforschung musikalischer Überlieferung ins digitale Zeitalter überführen – und damit auch Wissenschaft und Praxis weiter zusammenführen. Wurden bisher diese Ergebnisse in gedruckten Notenbänden publiziert, sollen jetzt im Rahmen eines neuen Kompetenzzentrums „Musik – Edition – Medien“ die Standards neu gesetzt und traditionelle Editionen zu weltweit miteinander verknüpften digitalen Wissensarchiven erweitert werden. „Noch nie konnten Musikwerke und ihr Kontext so umfassend und multimedial in einem Archiv zugänglich gemacht werden. Das Potenzial ist unerschöpflich: Wir können unterschiedliche Fassungen und Varianten, Tonaufnahmen, Bild- oder filmisches Material sowie vielfältigste Dokumente zur Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte integrieren“, erklärt Prof. Joachim Veit als Sprecher des Kompetenzzentrums.

So ein Online-Archiv sei für Musikwissenschaftler nicht nur ein Traum, weil sie losgelöst von Zeit und Raum auf das Material zugreifen und gemeinsam forschen können. „Die Digitalisierung der Noten erleichtert den akribischen Vergleich historischer Quellen enorm und eröffnet ganz neue Möglichkeiten, um dem Wandel der Überlieferung nahe zu kommen“, so Joachim Veit. Hatte der Musikwissenschaftler bislang Kopien der unterschiedlichen Fassungen einer Sinfonie oder Oper – und das können auch mal zehn oder mehr sein – auf dem Schreibtisch verteilt, kann er mit der Software jetzt direkt zum gewünschten Takt springen, die auf dem Bildschirm vereinten Fassungen vergleichen, online mit anderen Wissenschaftlern diskutieren und Unterschiede in einer vom Computer umsetzbaren standardisierten Sprache festhalten. Änderungen, die der Komponist an Noten, Betonungen oder Übergängen vorgenommen hat, werden per Mausklick direkt hörbar.

Dem Forscherteam ist es aber besonders wichtig, nicht nur Wissenschaftlern weltweit, sondern auch praktischen Musikern, z. B. Dirigenten, die Arbeit künftig zu erleichtern: Sie bekommen einfacheren Zugang zu den Quellen und können ihre Interpretation Takt für Takt mit überlieferten Versionen vergleichen. Ihre Eintragungen im Notenmaterial können sie automatisch vom Computer für die verschiedenen Orchesterstimmen umsetzen lassen – zuvor eine aufwändige manuelle Prozedur.

Für Forschung, Entwicklung und Nachwuchsförderung stehen 1,7 Millionen Euro für drei Jahre bereit. Das Bundesbildungsministerium finanziert das Kompetenzzentrum „Musik – Edition – Medien“ als eines von deutschlandweit nur drei neuen Zentren für Digitale Kulturwissenschaften. Schon jetzt sind die fast 20 beteiligten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen international gefragte Experten für neue digitale Projekte, für Musikverlage und Bibliotheken: Beratungen, Schulungen und Kooperationen werden im Zentrum weiter ausgebaut. Geplant ist zudem ein neuer Masterstudiengang. „Das Zentrum bündelt auf ideale Weise unsere Kompetenzen im IT- und geisteswissenschaftlichen Bereich und verkörpert unseren kooperativen und fachübergreifenden Ansatz“, kommentiert Nikolaus Risch, Präsident der Universität Paderborn, den Erfolg der bewilligten Forschungsmittel. Für den Präsidenten der Hochschule OWL, Oliver Herrmann, und den Rektor der HfM Detmold, Christian Martin Vogel, ist besonders erfreulich, „dass damit die von den beiden Hochschulen gegründete Einrichtung für Musik- und Filminformatik schon so rasch neue, herausfordernde Aufgaben in einem größeren Verbund wahrnehmen kann.“

Die Universität der Informationsgesellschaft