Das Zentrum für Sprachlehre (ZfS) der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn bietet von Ende November bis Januar erstmals Kurse in Deutscher Gebärdensprache für Hochschulangehörige und Interessierte aus Stadt und Region an.
„Die Gebärdensprache ist eine visuelle Ausdrucksform, die neben den Gebärden aus Mimik, Mundbild und Körperhaltung besteht“, so ZfS-Leiterin Dr. Sigrid Behrent. Damit könnten sogar sehr fein differenzierte intellektuelle wie emotionale Nuancen formuliert werden. Die Gebärdensprache werde vor allem von gehörlosen und schwerhörigen, aber auch von hörenden Personen als Kommunikationsmittel genutzt. Allein in Deutschland umfasse die Sprachgemeinschaft ca. 200.000 Menschen, so Behrent.
Ziel des Kurses ist es, einfache Gespräche mit Gehörlosen oder Hörgeschädigten führen zu können. „Die Teilnehmer sollten jedoch nicht erwarten, dass sie nach einem Kurs schon komplexe Diskussionen führen können“, erklärt Dozentin Jaquila Karnatz. „Dafür muss man viel üben, und zwar am besten über ‚Learning by doing‘ mit Menschen aus der Hörgeschädigten- und Gehörlosen-Gemeinschaft“.
Es werden zwei Kurstermine angeboten: dienstags 18.00-19.30 (Kurs A) oder donnerstags 18.00-19.30 (Kurs B). Die Kurse, die am 24. bzw. 26.11. starten, sind inhaltlich identisch und umfassen jeweils 15 Unterrichtsstunden. Die Teilnahmegebühr beträgt 63 Euro, Studierende zahlen die Hälfte. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen pro Kurs beschränkt. Weitere Informationen: www.upb.de/zfs/aktuelles. Interessenten können sich bis zum 20.11. per E-Mail an zfs[at]upb.de für die Kurse anmelden.