Warum studieren? Zwölf Mitarbeiter der Universität Paderborn haben es sich zur Aufgabe gemacht, ehrenamtlich Schülerinnen und Schüler nicht-akademischer Herkunft zum Studium zu ermutigen. Sie schlossen sich dem bundesweiten Netzwerk Arbeiterkind.de an – eine Initiative für alle Schüler und Studierende, die als erste in ihrer Familie einen Studienabschluss anstreben.
Der Hintergrund des in Gießen gegründeten Netzwerks: Immer weniger Kinder aus nicht-akademischem Elternhaus nehmen ein Studium auf. Eine Reihe von Untersuchungen, u. a. des Deutschen Studentenwerks, haben ergeben, dass oft ein großes Informationsdefizit bezüglich des Nutzens eines Studiums besteht, meist gepaart mit einer großen Hemmschwelle gegenüber der Institution Universität und ihren akademischen Mitarbeitern.
Deshalb konstituierte sich vor zwei Monaten eine Ortsgruppe an der Paderborner Uni, die der erwähnten Zielgruppe als Ansprechpartner dienen und eine E-Mail-Beratung anbieten will: Was kann ich studieren? Wie kann ich mein Studium finanzieren? Die Mentoren – Professoren, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter – geben Ratschläge aus eigener Erfahrung und leiten gegebenenfalls an Experten und zuständige Stellen weiter. „Es liegt uns am Herzen, diese Jugendlichen zu motivieren, ihnen Angst und Hemmungen zu nehmen“, erklärt Sebastian Buck, Verwaltungsmitarbeiter und selbst studiertes „Arbeiterkind“.
Mehr Informationen zur bundesweiten Initiative stehen auf http://www.arbeiterkind.de/ zur Verfügung. Die Paderborner Ansprechpartner sind unter paderborn[at]arbeiterkind.de erreichbar und helfen gern.
Großfoto: Uni_Paderborn_-_Arbeiterkind_-_12.9.09_-_Foto_Frauke_Doell.jpg