






Im Mittelpunkt der Arbeit des Forschungskollegs steht der ästhetische Zugang zur Bildung, den es insbesondere in Anbetracht der gegenwärtigen Effizienz- und Outputorientierung von Schul- und Lehrerbildung zu stärken gilt: Es geht um ganzheitliches, alle Sinne einbeziehendes Lernen, das Kreativität und Gestaltungskraft freisetzt. Imagination , Irritation, Verfremdung, verweilende Aufmerksamkeit und Reflexion stehen im Spannungsfeld von persönlichem Involvement, Vielperspektivität und Distanz. In diesem Zusammenhang ist die produktive Auseinandersetzung mit den eigenen, subjektiven Theorien von besonderer Bedeutung.
Das Kolleg – Team besteht aus Wissenschaftler/innen sechs unterschiedlicher Disziplinen, aus Seminarausbilder/innen aus dem Zentrum für Schulpraktische Lehrerbildung sowie aus Lehrkräften verschiedener Schulformen und -fächer. Auf diese Weise bündeln sich im Forschungskolleg die Perspektiven der Germanistik, der Allgemeinen Literaturwissenschaft, der Bildenden Kunst und der Musik, der Erziehungswissenschaft und der Religionswissenschaft.
Ziel ist es, durch einen interdisziplinären und zugleich institutionenübergreifenden Blick auf Ästhetische Bildung und ihre Implikationen Synergien für Forschung, Lehrerausbildung und pädagogische Praxis zu schaffen.
Das Forschungskolleg Ästhetisches Lernen besteht seit 2001 und wurde durch Frau Prof. Dr. Juliane Eckhardt aus dem Institut für Germanistik aufgebaut und maßgeblich geprägt. Sie war bis zu ihrer Pensionierung Sprecherin des Kollegs und ist bis heute aktives Mitglied. Seit Dezember 2011 hat Frau Prof. Dr. Petra Büker aus dem Institut für Erziehungswissenschaft das Amt der Sprecherin übernommen, stellvertretende Sprecherin ist Frau Dr. Katharina Köller aus dem Institut für Germanistik und Allgemeine Literaturwissenschaft.
Das Kolleg ist angebunden an das Paderborner Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ) und dessen Förderprojekt für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Seit Sommersemester 2012 steht die PLAZ-Mitarbeiterin Frau Christina Watson dem Kolleg als wissenschaftliche und organisatorische Betreuerin zur Seite. Eine Teilanbindung besteht außerdem an den Deutsch-Treff, eine Lern- und Forschungswerkstatt des Faches Germanistik und Allgemeine Literaturwissenschaft der Fakultät für Kulturwissenschaften. Das Fach bietet dem Kolleg die Nutzung des Deutsch-Treffs als Tagungsraum und gewährt auf Antrag auch finanzielle Unterstützung, so etwa bei der Durchführung von Gastvorträgen.
Das Forschungskolleg trifft sich regelmäßig in Sitzungen, die unterschiedlichen Themenschwerpunkten gewidmet sind. In den ersten Jahren stand der Diskurs um die Ästhetische Bildung, deren Herkunft, Ziele und Relevanz in den verschiedenen Disziplinen und Unterrichtsfächern im Vordergrund. Die gemeinsame Aufarbeitung dieser Fragestellungen mündete in eine Sammelpublikation, die 2008 unter dem Titel: „Ästhetisches Lernen. Fachdidaktische Grundfragen und praxisorientierte Konzepte im interdisziplinären Kontext von Lehrerbildung und Schule“ im Verlag Peter Lang erschien.
Basierend auf dieser Publikation veranstaltet das Forschungskolleg im Sommersemester 2012 eine „Ringveranstaltung der besonderen Art“
Im Rahmen des Forschungskollegs werden folgende Aktivitäten verfolgt:
Claudia Vorst/ Sabine Grosser/ Juliane Eckhardt/ Rita Burrichter (Hrsg.): Ästhetisches Lernen. Fachdidaktische Grundfragen und praxisorientierte Konzepte im interdisziplinären Kontext von Lehrerbildung und Schule. Frankfurt a.M.: Peter Lang 2008.
Juliane Eckhardt/ Claudia Vorst/ Marina Iakushevich/ Claudia Zajac (Hrsg.): Ästhetisch-biographische Reflexion in Lehrerbildung und Schule. Interdisziplinäre Studien zum erfahrungsbezogenen Lehren und Lernen. Frankfurt a.M.: Peter Lang 2011.
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