Profilstudium

Schule ist ein komplexes, sich ständig veränderndes Berufsfeld. Schulen entwickeln eigene Leitbilder und erhalten demgemäß zunehmend die Möglichkeit, ihre Lehrkräfte selbst auszuwählen.

Gefragt sind daher Personen, die über die unabdingbaren fachlichen, didaktischen und pädagogischen Qualitäten hinaus über spezielle berufsfeldbezogene Kompetenzen verfügen. Die Universität Paderborn bietet Lehramtsstudierenden die Möglichkeit, sich innerhalb des Regelstudiums auf freiwilliger und selbstverantwortlicher Basis individuell zu profilieren und fächerübergreifende Kompetenzen zu erwerben. Abgestimmt auf ihre Studienfächer und ihre persönlichen Interessen und Fähigkeiten können zukünftige Lehrerinnen und Lehrer im Rahmen von Profilen bereits frühzeitig eigene Akzente bei wichtigen beruflichen Aufgaben im Sinne der Professionalisierung setzen.


Folgende Profile können im Rahmen des Lehramtsstudiums an der Universität Paderborn studiert werden:

  • Profil Gute Gesunde Schule

    Dieses Profil zielt auf die Entwicklung der physischen, sozialen und psychischen Gesundheit der Menschen in den jeweiligen Settings (z. B. Schule, Betrieb etc.), in denen die Menschen leben, arbeiten und/oder lernen. Das Verhalten, die Einstellungen und die Lebens-, Arbeits- und Lernbedingungen der handelnden Personen kommen gleichermaßen in den Blick. Mit der Gesundheitsförderung sollen die Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen und Lehren in der Schule verbessert werden.
    Im Sommersemester 2008 wurde das Profil "Gesundheitsfördernde Schule" in "Gute gesunde Schule" unbenannt. Mit der Umbenennung wird die doppelte Zielsetzung, die mit diesem Profil von Anfang an verbunden ist, noch deutlicher herausgestellt. Der neue Profiltitel verweist auch auf die inhaltliche Nähe zu dem den Schulen in Nordrhein-Westfalen bekannten Landesprogramm "Bildung und Gesundheit".

  • Profil Medien und Bildung

    Medien und Informationstechnologien besitzen für die Schule von heute und morgen eine große Bedeutung und treten für Lehrerinnen und Lehrer in vielerlei Hinsicht ins Blickfeld. Sie können im Unterricht als Hilfsmittel genutzt werden und verschiedene Sozialformen unterstützen. Zudem werden Medien als Elemente der Alltagswelt zunehmend bedeutsam. Daraus erwachsen neue Erziehungs- und Bildungsaufgaben: Schülerinnen und Schülern soll ein sachgerechter, selbstbestimmter, kreativer und sozialverantwortlicher Umgang mit Medien ermöglicht werden. Auch werden Lehrpersonen benötigt, die sich dem Thema im Rahmen von Schulentwicklung verstärkt widmen und den Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Profil Medien und Bildung leistet einen Beitrag, um Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Medien zu entwickeln.

  • Profil Umgang mit Heterogenität

    Das Profil unterstützt die Studierenden in der Entwicklung grundlegender Kompetenzen, die hilfreich sind, um später als Lehrerinnen und Lehrer kompetent mit Heterogenität umgehen zu können. Das erfordert eine pädagogische Haltung, die über das Wissen hinaus auch Reflexions- und Differenzierungsfähigkeit einschließt: nicht nur Handlungsmöglichkeiten zu kennen, sondern die Hintergründe und die Reichweite des Handelns einschätzen zu können und zu wissen, warum welche Handlung welche Konsequenzen und Wirkungen hat.

Merkmale eines Profilstudiums

  • Der Umfang von 20 Semesterwochenstunden aus dem Studium der Unterrichtsfächer/ der beruflichen Fachrichtungen und dem erziehungswissenschaftlichen Studium. Veranstaltungen aus dem regulären Lehramtsstudium werden dabei den einzelnen Profilbereichen zugeordnet, so dass Studierende keine zusätzlichen Veranstaltungen belegen bzw. keine Studienzeitverlängerung in Kauf nehmen müssen
  • Ein Praktikum im Umfang von zwei Wochen
  • Das Führen eines profilbegleitenden Portfolios

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