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Experimentalvortrag Chemie

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

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Laserprojektionen im HNF

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Manometer einer CO2-Löschanlage

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Mit Forschendem Lernen zu besserem Unterricht

Prof. Dr. Bea Bloh geht der Frage nach, wie Forschendes Lernen dazu beitragen kann, die Handlungskompetenz von Studierenden zu fördern.

Seit Oktober 2017 ist Prof. Dr. Bea Bloh neuberufene Expertin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Sekundarstufe I an der Fakultät für Kulturwissenschaften. Die Erziehungswissenschaftlerin geht der Frage nach, wie das sogenannte Forschende Lernen als hochschuldidaktisches Konzept dazu beitragen kann, die Handlungskompetenz von Studierenden zu fördern.

„Mich interessiert, wie Studierende durch Forschendes Lernen bessere Erfolge erzielen können. Dazu untersuche ich die Lernprozesse und Bedingungen, die dem Konzept zugrunde liegen“, erklärt Bloh. Letztendlich soll auf diese Weise die professionelle Befähigung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer nachhaltig verbessert werden. Konkret bedeutet das: Lehramtsanwärter sollen lernen, systematisch zu beobachten, zu analysieren und zu bewerten. 

„Das Vorgehen zeichnet sich durch forschungsorientierte Denk- und Handlungsweisen wie z. B. das Aufstellen von Hypothesen oder eigenständige Datenerhebung aus“, erklärt Bloh. So soll es zu einem konsequenten und strukturierten Erkenntnisgewinn in der späteren beruflichen Praxis kommen. „Studierende durchlaufen den gesamten Forschungsprozess. Dabei sollen sie sich eine kritische Grundhaltung, eine systematische Wahrnehmung und intensive Erfahrungsreflexion aneignen.“ So könne man Probleme wie das unreflektierte Übernehmen vorgelebter Praxis auffangen, meint die Erziehungswissenschaftlerin.

"Schule besser machen"

Bei ihrer Forschung geht Bloh empirisch vor: Mithilfe von multimethodalen Designs, experimenteller, qualitativer und quantitativer Herangehensweisen will sie ein ambitioniertes Vorhaben in die Tat umsetzen: „Lehrerausbildung und damit Schule besser machen“.

Die Herausforderungen liegen besonders in der Vermittlung des Forschenden Lernens. „Viele Studierende sehen einen Widerspruch in ihrem Selbstverständnis – getreu dem Motto ‚Wir möchten unterrichten und nicht forschen‘. Die Idee ist allerdings, forschungsorientiert zu lernen, guten Unterricht zu machen.“

Schnell wird deutlich: Für Studierende und damit künftige Lehrkräfte muss der persönliche Nutzen klar sein, um die individuelle Lernbereitschaft zu steigern. „Reine Wissensvermittlung in universitären Veranstaltungen reicht nicht aus, um eine Lernweise nachhaltig zu etablieren.“ Wichtig ist ein Lehr-Lernkonzept, das Erfahrungen aus dem Praxissemester vorbereitet bzw. aufgreift und daher eine enge Kooperation mit den Schulen unabdingbar macht.

 

Text: Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

 

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