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Experimentalvortrag Chemie

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

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Laserprojektionen im HNF

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Manometer einer CO2-Löschanlage

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Mathematik: Lernen und Lehren

Prof. Dr. Uta Häsel-Weide erforscht die Didaktik der Mathematik

Wie lernen Kinder Mathematik, wie gelingt inklusiver Unterricht und warum ist 7 nicht immer nur 5 plus 2? Prof. Dr. Uta Häsel-Weide, seit April 2016 Professorin an der Universität Paderborn, erforscht das Lernen und Lehren von Mathematik. Mehr noch: Die Wissenschaftlerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Fach für Schülerinnen und Schüler versteh- und erlebbar zu machen.

„Im Vordergrund steht für mich die Frage, wie Kinder bei unterschiedlichen Kompetenzen gemeinsam lernen können. Damit meine ich nicht nur Schüler mit und ohne Unterstützungsbedarf, also inklusiver Unterricht, sondern auch Kinder mit gutem und weniger gut ausgeprägtem mathematischem Verständnis“, erklärt Häsel-Weide. Die Mathematikdidaktikerin entwickelt Aufgaben, die ein gemeinsames, kooperatives Lernen von Mathematik ermöglichen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darauf, Materialien zu entwickeln, die Kinder unterstützen, typische Hürden beim Lernen von Mathematik zu nehmen und z. B. sich vom zählenden Rechnen abzulösen. Was Kinder anregt, alternative Strategien zu entwickeln und anzuwenden, ist Kernfrage ihrer Forschungsarbeit. „Ich schaue mir genau an, wie die Kinder mit unterschiedlichen Aufgaben umgehen, welche Ideen sie aus dem Klassenunterricht aufnehmen und inwiefern sie alternative Vorgehensweisen in der Partnerarbeit nachvollziehen können“. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen dann wieder in die (Weiter)Entwicklung der Materialien ein.

Auch für zukünftige Lehrkräfte ist es gewinnbringend, genau auf die Kinder zu schauen. Um dies bereits im Studium zu ermöglichen, hat die Professorin gemeinsam mit Paderborner Kollegen das Projekt „ZahlenRaum“ ins Leben gerufen. In dem „Lehr-Lern-Labor“ können Kinder der Klassen 1 bis 6 in motivierenden Lernumgebungen aktiv werden, indem sie sich eigenständig und forschend-spielerisch mit mathematischen Inhalten auseinandersetzen. Studierende bereiten die Lernumgebungen vor und begleiten den Schulbesuch.

Das „Lehr-Lern-Labor“ ermöglicht einen breiten Zugang für alle Lernenden. Studierende und Lehrkräfte können die Lernprozesse der Kinder beobachten und Kompetenzen, aber auch Schwierigkeiten feststellen. Dazu Häsel-Weide: „Wir zeichnen die Sitzungen auf Video auf, um mit den Studierenden die Lernprozesse der Kinder zu analysieren und auch wissenschaftlich auszuwerten. Die Beobachtungen im ZahlenRaum eröffnen Lehrkräften einen anderen Blick auf die Kinder“.

Schon bei einfachen Aufgaben zeigen Kinder ganz unterschiedliche Ideen. Häsel-Weide nennt ein Beispiel: „Wenn ich ein Kind bitte, mir eine einfache Aufgabe mit dem Ergebnis 7 zu nennen, gibt es viele Möglichkeiten. Ich komme auf 7, wenn ich 5 plus 2 rechne. Das ist ein relativ einfacher und üblicher Weg. Ich komme aber zu demselben Ergebnis, wenn ich 2 mal 3 plus 1 rechne“. Zahlen als unterschiedliche Zusammensetzungen von Zahlen zu verstehen, ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zum Verstehen von Mathematik. „Dabei“, sagt sie, „gibt es keinen Unterschied zwischen ‚regulärem‘ und inklusivem Unterricht“.

 

Text: Nina Reckendorf

Die Universität der Informationsgesellschaft