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Manometer einer CO2-Löschanlage Show image information

Experimentalvortrag Chemie

Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Informationstechnik im Gebäude O

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Laborausblick Halle IW

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Laserprojektionen im HNF

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Manometer einer CO2-Löschanlage

Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

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Betriebliche Informationssysteme für die Digitale Transformation

Prof. Dr. Daniel Beverungen entwickelt digitale Dienstleistungen für Unternehmen und Konsumenten

Seit April dieses Jahres leitet Prof. Dr. Daniel Beverungen den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Betriebliche Informationssysteme. Zu seinen Forschungsgebieten gehören die Gestaltung und der Einsatz von Informationssystemen in Organisationen sowie die Entwicklung innovativer Konzepte für digitale Dienstleistungen. Im Bereich der sogenannten „Smart Services“ möchte der Wirtschaftsinformatiker mit seiner Forschung dazu beitragen, neue Geschäftsfelder zu erschließen und die digitale Transformation der Gesellschaft mitzugestalten.

Mobile Business im innerstädtischen Einzelhandel

Insbesondere die Entwicklung hin zu mobilen Anwendungen geht mit neuen Möglichkeiten und Handelsszenarien einher. Dienstleistungen für den Endkonsumenten werden zunehmend digital und sozial vernetzt. Hier beginnt die Arbeit des Paderborner Wirtschaftsinformatikers: Gemeinsam mit Forschern der Universitäten Duisburg-Essen und Münster sowie Unternehmen aus der Markforschungs- und Kommunikationsbranche arbeitet er an dem Projekt „SmartMarket²“. „In dem Projekt werden Kundenerfahrungen und Kaufverhalten online und offline – also in innerstädtischen Geschäften – analysiert. Ziel ist es, neue digitale Dienstleistungen für den innerstädtischen Einzelhandel zu entwickeln. Und zwar einerseits, um das Shopping-Erlebnis für den Kunden zu verbessern. Anderseits sollen Einzelhändler gestärkt und die Lebensqualität in unseren Innenstädten verbessert werden“, erklärt Beverungen. Der Hintergrund: Immer mehr Läden schließen, weil der Online-Handel eine zu große Konkurrenz darstellt und mit attraktiven Angeboten wie Rund-um-die-Uhr-Service oder unkomplizierter Rückgabe lockt.

„Wir arbeiten an einer intelligenten Innenstadt“, erklärt Beverungen. „Zu Beginn werden in Feldstudien in Duisburg, Aachen und Münster Kaufverhalten und Präferenzen der Kunden erforscht. In einem späteren Schritt sollen diese Vorlieben dann mit auf den Kunden zugeschnittenen Produktempfehlungen auf dem Smartphone verbunden werden.“ Vergleichbar ist das Vorgehen mit datenbasierten Empfehlungen von Onlineshops, bei denen durch Empfehlungssysteme ähnliche Artikel wie der zuvor betrachtete vorgeschlagen werden.

Digitale Vernetzung und traditionelle Informationssysteme

Bei SmartMarket² soll dieses Vorgehen nun Anwendung finden. Der Unterschied: Die ganze Innenstadt wird zu einem „Onlineshop“ mit einer breiten Produktpalette – quasi einem innerstädtischen Gesamtsortiment, bei dem die einzelnen Händler miteinander digital vernetzt sind. Nähert sich der Kunde einem Laden, so erhält er zu seinen Wünschen passende Vorschläge aus dem ganzen Bereich der Innenstadt direkt auf sein Handy. Dazu Beverungen: „Hier kommt es auf die Vernetzung der Smartphones mit den traditionellen Informationssystemen der Händler an. Dadurch kann beispielsweise ermittelt werden, ob bestimmte Waren in den Geschäften vorrätig sind. Strategien des Online-Handels werden auf den innerstädtischen Einzelhandel übertragen. So können viele Kunden zurückgewonnen und Innenstädte wieder attraktiver gestaltet werden.“

Die Forschungsergebnisse haben neben betriebswirtschaftlichen Aspekten auch Implikationen für den Städtebau: „Wenn bekannt ist, wie sich Kunden innerhalb der Stadt bewegen, kann das auch für den Bebauungs- und Nutzungsplan wertvolle Informationen liefern“, erklärt der Wirtschaftsinformatiker.

Die Arbeiten von Prof. Dr. Beverungen verbinden Aspekte der Wirtschaftswissenschaften mit Methoden und Systemen der Informationstechnik. Diese Kombination, so zeigt das Beispiel, ermöglicht das Erschließen neuer Geschäftsfelder, -prozesse und -modelle. Gleichzeitig werden an dem Lehrstuhl neue Forschungsideen entwickelt. Im Vordergrund steht dabei immer die Frage, wie reale Probleme mittels Informationstechnologie gelöst werden können.

Text: Nina Reckendorf

The University for the Information Society