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Aufgelassener Steinbruch auf dem Bückeberg bei Obernkirchen - Neuser, 2014 Show image information
Blick auf die Weser bei Doerverden - Ströhmer, 2015 Show image information
Blick auf die Weser bei Kohlenstaedt - Ströhmer, 2015 Show image information
Das Bremer Rathaus - Neuser, 2014 Show image information
Der Königliche Palast in Amsterdam - Neuser, 2014 Show image information
Detail der ehemaligen Piepenmauer in Bremen - Ströhmer, 2015 Show image information
Fassadendetail des königlichen Palasts in Amsterdam - Ströhmer, 2014 Show image information
Fassadenspolie aus der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2015 Show image information
Gebrochene Sandsteinelemente im Sandsteinbruch Gildehaus - Neuser/Ströhmer Show image information
Historische Darstellung des Steinladeplatzes bei Rinteln, Museum Eulenburg Show image information
Kerkbrug über den Alten Rhein in Leiden - Ströhmer, 2015 Show image information
Laderaum der Rekonstruktion der Batavia - Seng, 2014 Show image information
Messeinheit für Längenmaße an der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2015 Show image information
Messung eines Sandsteinelements der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2015 Show image information
Rekonstruktion der Batavia bei Lelystad - Seng, 2014 Show image information
Sandsteinelement der ehemaligen Piepenmauer in Bremen mit hervorgehobenem Steinmetzzeichen - Ströhmer, 2015 Show image information
Steinbruch auf dem Bückeberg bei Obernkirchen - Neuser, 2014 Show image information
Steinbruch auf dem Bückeberg bei Obernkirchen - Neuser, 2014 Show image information
Teil der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2014 Show image information
Treppen an der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2014 Show image information
Westfassade des Schlosses Bückeburg - Neuser, 2014 Show image information

Aufgelassener Steinbruch auf dem Bückeberg bei Obernkirchen - Neuser, 2014

Blick auf die Weser bei Doerverden - Ströhmer, 2015

Blick auf die Weser bei Kohlenstaedt - Ströhmer, 2015

Das Bremer Rathaus - Neuser, 2014

Der Königliche Palast in Amsterdam - Neuser, 2014

Detail der ehemaligen Piepenmauer in Bremen - Ströhmer, 2015

Fassadendetail des königlichen Palasts in Amsterdam - Ströhmer, 2014

Fassadenspolie aus der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2015

Gebrochene Sandsteinelemente im Sandsteinbruch Gildehaus - Neuser/Ströhmer

Historische Darstellung des Steinladeplatzes bei Rinteln, Museum Eulenburg

Kerkbrug über den Alten Rhein in Leiden - Ströhmer, 2015

Laderaum der Rekonstruktion der Batavia - Seng, 2014

Messeinheit für Längenmaße an der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2015

Messung eines Sandsteinelements der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2015

Rekonstruktion der Batavia bei Lelystad - Seng, 2014

Sandsteinelement der ehemaligen Piepenmauer in Bremen mit hervorgehobenem Steinmetzzeichen - Ströhmer, 2015

Steinbruch auf dem Bückeberg bei Obernkirchen - Neuser, 2014

Steinbruch auf dem Bückeberg bei Obernkirchen - Neuser, 2014

Teil der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2014

Treppen an der Leidener Rathausfassade - Ströhmer, 2014

Westfassade des Schlosses Bückeburg - Neuser, 2014

WeSa goes online

Das an der Universität Paderborn angesiedelte „Wesersandstein-Projekt“ geht online. Seit Anfang Dezember 2017 stehen sowohl der interessierten Öffentlichkeit wie der Fachwissenschaft wesentliche Forschungsergebnisse des BMBF-Verbundprojektes WeSa zur Verfügung. In der eigens an der Universität Paderborn entwickelten Datenbank (OMEKA-Basis) finden Sie einen Datenpool mit rund 12.000 Einträgen vor. Zahlreiche Detailinformationen dokumentieren nicht allein die neuesten Erkenntnisse über die vorindustrielle Präfabrikation von Architekturbauteilen, Bauwerken sowie der wirtschaftlichen Infrastruktur des internationalen Sandsteinhandels in Nordwesteuropa. Digitale Rekonstruktionen, Animationen und Modelle von frühneuzeitlicher Architektur, Fahrzeugen, Schiffen, Hafenanlagen, Kränen des 16. bis 19. Jahrhunderts unterstützen dabei die wissenschaftliche Analyse archivalischer Befunde aus dem Quellenstudium der Historiker. Durch digitale Visualisierungen können nun historische Zusammenhänge in ihrer ganzen Komplexität besser erfasst und mit bisher unbekannter Tiefenschärfe im virtuellen Raum analysiert werden. Mit Hilfe neuer Forschungstools, die der Datenbank beigefügt sind, lassen sich beispielsweise die in den Schriftquellen überlieferten Maße von Blocksteinen und Halbfertigprodukten in heutigen Bauaufnahmen von Sandsteinfassaden wiederentdecken – und deren Transportgeschichte am Computer bis in die Steinbrüche hinein zurückverfolgen. Die hierdurch wesentlich erweiterte Baugeschichte(n) von architektonischen Referenzobjekten, die vom Projektteam in Amsterdam, Antwerpen, Fremantle, Geraldton, Leiden oder Bremen untersucht wurden, lässt sich bei Bedarf als Einzeldokument (Bauchronologie) ausdrucken oder im Datentransfer digital weiterverarbeiten.

Ihr Zugang: https://wesa.cs.upb.de

Das interdisziplinäre Verbundprojekt „Wesersandstein als globales Kulturgut - Innovation in der Bauwirtschaft und deren weltweite Verbreitung in vorindustrieller Zeit (16.-19. Jahrhundert)" wurde von 2014-2016 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Eva-Maria Seng (Universität Paderborn), Herrn Prof. Dr. Frank Göttmann (Universität Paderborn), Dipl.-Ing. Marc Grellert (TU Darmstadt), Dr. Dipl.-Ing. Mieke Pfarr-Harfst (TU Darmstadt) und Prof. Dr. Reinhard Keil (Universität Paderborn) untersuchte ein Team aus Kunst- und Wirtschaftshistorikern, Architekten und Informatikern an Hand von Beispielobjekten wie die Leidener Rathausfassade oder der Bremer Börse die Präfabrikation von Bauten, den transregionalen Export und den damit verbundenen Kulturtransfer. Dabei ging es um die Beantwortung von materiell-technischen, handels- und betriebswirtschaftlichen sowie kunsthistorischen Fragen im Zusammenhang mit der Verbreitung von Sandstein aus dem Oberweser- und Vechtegebiet (Nordwestdeutschland). Beide Sandsteinvorkommen wurden im Projekt unter dem Arbeitsbegriff „Wesersandstein“ zusammengefasst.

Ein umfangreicher, zweisprachiger Sammelband (deutsch/englisch) mit weiteren Forschungsergebnisse des WeSa-Projektes und Beiträgen der Abschlusstagung ist in Vorbereitung und wird demnächst erscheinen.

Wesersandstone as a global cultural asset (summary)

In 1963 a spectacular discovery was made off the West Australian coast: the wreck of the merchant vessel Batavia of the VOC (Vereinigde Oostindische Compagnie) which sank in 1629 was found. On board was a prefabricated construction kit of a portal consisting of 137 pieces in total. It was presumably made of Bentheimer sandstone that belongs to the broader geologically determined region of sandstone quarries in the west of the Weser Hills inbetween Bad Karlshafen at the upper Weser and Bad Bentheim at the Dutch border (globally designated as “Wesersandstone”). The discovered portal was commissioned by the VOC Amsterdam and dedicated for the Dutch citadel in Batavia, today´s Djakarta.

This record raises a set of questions of material-technical, commercial and economical as well as cultural nature, that should be answered with the help of methods of art and architectural history on the one hand and economic history on the other. By investigating the prefabrication of buildings, worldwide transport, export and cultural transfer long before the era of industrialization, the project will venture into uncharted terrain.

In collaboration with the computer sciences of the Heinz-Nixdorf-Institute, Paderborn, and architects from the Technical University Darmstadt, the archival and immaterial findings and sources, which are made by an art historian and a historian, shall be combined, can easily be restructured to provoke new scientific knowledge and finally visualize it in form of digital reconstructions. But the project does not aim at a simple rendering of buildings alone, but intents to develop research tools and methods paradigmatically as well as to give stimuli for further research assignments.

Factually, methodically and theoretically it means a union of tangible and intangible entities and therefore an overall view of economic interrelations and cultural transfer between the 16th and 19th centuries. The Wesersandstone and its worldwide distribution (e.g. for the White House in Washington, the Royal Palace in Amsterdam, or the theatre in Antwerp) constitutes as an exemplum the nucleus and starting point to generalize the sketched goals.