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SEHEN – VERSTEHEN – STAUNEN: beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 24. Juni. #OpenUPB Show image information
Von 10 bis 17 Uhr erhalten Besucher einzigartige Einblicke in Forschung, Lehre und Studium auf dem Paderborner Campus. Show image information
Studieninteressierte können umfangreiche Beratungsangebote in Anspruch nehmen und sich so ein Bild der Universität machen. Show image information
Von Augmented Reality über Graffiti und Roboter bis hin zu 3D-Druck: Rund 120 Programmpunkte laden dazu ein, sich von der Vielfalt der Wissenschaft beeindrucken zu lassen. Show image information
Für jeden Geschmack ist etwas dabei: interessante Vorträge, spannende Workshops sowie Laborführungen, Basare und individuelle Beratungsangebote. Show image information

Tag der offenen Tür 2018 - More Information

SEHEN – VERSTEHEN – STAUNEN: beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 24. Juni. #OpenUPB

Photo: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

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Von 10 bis 17 Uhr erhalten Besucher einzigartige Einblicke in Forschung, Lehre und Studium auf dem Paderborner Campus.

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Für jeden Geschmack ist etwas dabei: interessante Vorträge, spannende Workshops sowie Laborführungen, Basare und individuelle Beratungsangebote.

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| Pressemitteilung

Sozialer Abstieg

Neue Studie der Universität Paderborn erforscht Ursachen

Ängste vor dem sozialen Abstieg sind bei Personen am größten, die wenig verdienen und sich am unteren Rande der Gesellschaft befinden. Die Sorge, den eigenen Lebensstandard auf Dauer nicht aufrechterhalten zu können, betrifft auch die Mittelschichten. Das hat jetzt eine durch die Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie von Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Universität Paderborn, ergeben. In einer Vorgängerstudie hatte die Soziologin bereits gezeigt, dass die Angst vor dem sozialen Abstieg Hauptursache für rechtspopulistische Einstellungen ist.

 „Die Studie befasst sich mit den Ursachen und dem Ausmaß sozialer Abstiegsängste in Deutschland“, erklärt Kohlrausch. Dabei werde deutlich, dass Abstiegsängste trotz niedriger Arbeitslosenzahlen und guter Wirtschaftsdaten weite Teile der Bevölkerung betreffen. „Unsere Auswertungen zeigen, dass Abstiegsängste bis weit in die Mittelschichten hineinreichen und auch bei Personen mit einem relativ hohen Nettoeinkommen zu finden sind“, so die Soziologin.

Laut der Wissenschaftlerin gaben 39 Prozent der Befragten an, sich große oder sehr große Sorgen um die eigene finanzielle Situation zu machen, fast die Hälfte machte sich Sorgen um ihre finanzielle Situation im Alter. Dazu Kohlrausch: „Viele Personen haben offensichtlich Angst um ihren sozialen Status, obwohl sie nicht um ihren Job fürchten. Abstiegsängste finden verstärkt innerhalb des Erwerbssystems statt.“

Außerdem werde deutlich, dass die Auswirkungen der Digitalisierung am Arbeitsplatz ein Problem seien, das viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – insbesondere in den mittleren Gehaltsgruppen – umtreibt. Gleichzeitig seien Abstiegsängste unter Personen, die der Aussage „Durch die Digitalisierung wird die Kontrolle und Überwachung an meinem Arbeitsplatz immer größer“ zustimmen, besonders hoch. „Abstiegsängste speisen sich also nicht nur aus finanziellen Sorgen oder Sorgen um den Arbeitsplatz, sondern vielmehr aus der Angst vor einer Veränderung des Erwerbssystems, dessen Auswirkungen die eigene Situation verschlechtern und die sich der Einflussnahme des Einzelnen entziehen“, so Kohlrausch.

Abstiegsängste reflektierten ein Gefühl der sozialen Verunsicherung, das sich in den unteren sozialen Schichten mit einer schwierigen materiellen Situation erklären ließe. „Sie betrifft aber auch Personen, die nicht unmittelbar von einem sozialen Abstieg bedroht sind“, ergänzt Kohlrausch.
 

Text: Nina Reckendorf, Prof. Dr. Bettina Kohlrausch

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Bettina Kohlrausch

Prof. Dr. Bettina Kohlrausch

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