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In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L. Show image information
Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause. Show image information
So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten. Show image information
Der Innenhof des Gebäudes Q. Show image information
Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes. Show image information

Die Universität Paderborn bei Nacht

In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Der Innenhof des Gebäudes Q.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

| Pressemitteilung Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Paderborner Wirtschaftspädagogen unterstützen mit „Service Learning“ gemeinnützige Organisationen – Mut zum gesellschaftlichen Engagement

„Von der Region, für die Region“. Mit Service Learning praktizieren die Wirtschaftspädagogen der Universität Paderborn die derzeit modernste, zeitgemäße Art des Studiums: Unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Nicole Kimmelmann (Lehrstuhl Wirtschaftspädagogik und Personalentwicklung) und dem ausführenden Dozenten Mario Seidl sind über 40 Studierende angetreten, um gemeinnützigen Organisationen aus Paderborn und Umgebung tatkräftige Unterstützung bei der Lösung ihrer organisatorischen und finanziellen Herausforderungen zu geben. Ehemalige und noch aktive Praktiker/innen aus leitenden Positionen in Wirtschaft und Verwaltung („Alte Profis“) stehen mit Rat und Tat zur Seite und runden das Gesamtkonzept gelungen ab. Die ehrenamtliche Tätigkeit aller Beteiligten steht dabei im Fokus.
 
Bei der Begrüßung zur Projektevorstellung am 24. Juli durch Mario Seidl und den stellvertretenden Bürgermeister Paderborns, Dietrich Honervogt, lobte Letzterer „das gute Miteinander von Stadt und Universität“: „Ohne ehrenamtliches Engagement wäre unser Zusammenleben auf diesem hohen Niveau nicht möglich“, lobte der Repräsentant der Stadt Paderborn und verwies auch auf die unverzichtbare Arbeit von Feuerwehren, Hilfsdiensten wie Malteser und Initiativen wie Flüchtlingshilfe, Lebenshilfe, Pfadfinder, Greenpeace oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Allein in der Stadt Paderborn engagierten sich über 40.000 Menschen ehrenamtlich im Dienst der Allgemeinheit. An alle Studierenden gewandt schloss der auch im Namen von Bürgermeister Michael Dreier auftretende stv. Bürgermeister Honervogt mit den Worten: „Sie leben es Ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen und allen Paderbornern vor: „Haben Sie Mut, engagieren Sie sich! Sie bekommen von denen, die Ihre Hilfe und Unterstützung benötigen, sehr viel dafür zurück!“
 
Im Anschluss traten die Studierenden in neun unterschiedlichen Gruppen an, um ihre während des auslaufenden Semesters gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen den anwesenden Repräsentanten folgender Initiativen vorzustellen: Förderverein AIDS-Hilfe Paderborn e.V., Lebenshilfe – Familien unterstützender Dienst, Vinzenz-Konferenzen, Lebenshilfe - Integrationscafé Delbrück, Flüchtlingshilfe Bochen e.V., Paderborner Marktplatz für gute Geschäfte, St. Hedwig Pfadfinderstamm auf der Lieth, Greenpeace Ortsgruppe Paderborn und Caritas Wohn- und Werkstätten. Typische Probleme, mit denen alle diese gesellschaftlich engagierten Gruppen zu kämpfen haben, sind z.B. grassierender Mitgliederschwund, finanzielle Probleme, geringe Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit und bisweilen mangelnde Mitgliedermotivation.
 
Mit wissenschaftlicher Akribie gingen die Studierenden zu Werke: Situationsanalyse, Datensammlung und –auswertung von qualitativen und quantitativen Datentformaten führten zu Handlungsempfehlungen, über die sich die anwesenden Initiativenvertreter ausnahmslos „sehr zufrieden“ zeigten und teilweise sogar jetzt schon einige der studentischen Empfehlungen umgesetzt hatten. Drei der folgenden Beispiele veranschaulichen durchgeführte Projektaufträge exemplarisch.
 
Lebenshilfe – Familien unterstützender Dienst: Die ehrenamtlichen Berater und Unterstützer von Menschen mit Behinderungen kämpfen immer wieder gegen das Problem, ausreichend Mitarbeiter und Mithelfende im Kreisgebiet Paderborn zu gewinnen. Hier gaben die Studierenden folgende Empfehlungen ab: Den Mitarbeitern begrenzte Betreuungszeiten und flexible Mitarbeit anbieten, deutliche Wertschätzung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit entgegenbringen, Bekanntheit durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit erhöhen, Qualifizierungsschulungen zur eigenen Kompetenzerweiterung anbieten und auch Aufwandsentschädigungen bedenken.
 
Das Behinderten-affine Café am Kirchplatz zu Delbrück erhält zeitnah keine Fördergelder mehr und niemand weiß, wie es ohne die Subventionierung weitergehen soll. Anhand einer durchgeführten quantitativen Studie empfahlen die Studierenden Hilfe zur Selbsthilfe durch:

  • Eindeutigere Positionierung: bessere Zusammenarbeit mit regionalen Herstellern und Vereinen, um stärker Teil der Delbrücker Gemeinschaft zu werden,
  • Effektive Werbemaßnahmen,
  • Verdeutlichung des Integrationsaspekts nach außen,
  • Durchführung von Veranstaltungen (Musik, Ausstellungen, Lesungen),
  • Erweiterung des Produktsortiments.

Ein weiteres Projekt für synergetisch wirkende Ehrenamtstätigkeit realisierte man mit Greenpeace Paderborn, die entgegen der deutschlandweit starken Gesamtgruppe mit nur 15 Mitgliedern ein echtes Personalproblem haben. Hier mussten die Studierenden nicht allzu weit in die Ferne schweifen, denn die Primärzielgruppe für eine effiziente Mitgliederakquise befindet sich in der Universität selbst. Handlungsempfehlungen: Fortgesetzte enge Kooperation beider im Rahmen des wirtschaftspädagogischen Projekts „Service Learning in den Wirtschaftswissenschaften“, dadurch Nutzung von Synergieeffekten und gemeinsame Erstellung eines von Studierenden zu recherchierenden Marketingkonzepts. Die Greenpeaceverantwortlichen brennen schon jetzt auf die gemeinsame Umsetzung der Empfehlungen.
 
Seminarleiter und Dozent Mario Seidl war am Ende der Präsentationen in der glücklichen Lage, ein für alle Beteiligten höchst befriedigendes Fazit zu ziehen: „Alle haben profitiert, das war eine richtig gewinnbringende Veranstaltung.“
 
 
Text: Dr. Reinhard Schwarz
Fotos Reinhard Schwarz
 
 
https://wiwi.uni-paderborn.de/department5/wirtschaftspaedagogik-dr-kimmelmann/service-learning/

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