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In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L. Show image information
Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause. Show image information
So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten. Show image information
Der Innenhof des Gebäudes Q. Show image information
Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes. Show image information

Die Universität Paderborn bei Nacht

In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Der Innenhof des Gebäudes Q.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes.

Photo: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

| Pressemitteilung

Neue technische Systeme für mehr Sicherheit bei Klimakatastrophen

Extreme Wetterereignisse vorhersagen, Auswirkungen abschätzen und Betroffene frühzeitig warnen – an einem technischen System, das dies ermöglicht, arbeitet jetzt ein Forschungsteam aus elf europäischen Ländern. Dabei sind auch Paderborner Wissenschaftler der Fachgruppe „Produktentstehung" des Heinz Nixdorf Instituts und des Lehrstuhls C.I.K. der Universität Paderborn.

Klimakatastrophen bergen große Risiken für Menschen, deren Eigentum und die öffentliche Infrastruktur. Hier setzt das EU-Forschungsprojekt ANYWHERE an. Die Wissenschaftler entwickeln ein Wetter-Frühwarnsystem zusammen mit der Industrie. Die Software wertet weltweit aktuelle Wetterdaten aus, in Echtzeit, und leitet die Daten weiter an eine neu entwickelte Software. Diese verbindet die Daten mit Handlungsempfehlungen und warnt Betroffene nicht nur, sondern informiert auch darüber, wie sie sich schützen können. So ist denkbar, dass Navigationssysteme die Routen bei Sturmgefahr oder Überflutung anpassen.

Die Paderborner Wissenschaftler koordinieren europaweit mehrere Fallstudien, in denen das System bereits zum Einsatz kommt: Gemeinsam mit dem finnischen Innenministerium setzen die Forscher das System ein, um bei wetterbedingten Stromausfällen zu helfen. Umstürzende Bäume führen in Skandinavien oft zu großflächigen Ausfällen im Stromnetz, da der Strom vorwiegend über Freilandleitungen fließt. „Unser System gibt den Servicetechnikern vorab Informationen, an welcher Stelle es zu wetterbedingten Ausfällen kommen könnte. So planen die Techniker ihren Einsatz schon vorher. Sobald das Unwetter keine Gefahr mehr darstellt, schickt das System die Mitarbeiter zu den wartungsbedürftigen Stellen", erklärt Philipp Scholle, Forscher im Paderborner Projektteam. In Italien arbeiten die Forscher mit dem Zivilschutz in Genua zusammen. Eine App schützt dort Eltern und Schüler bei Springfluten. Eltern bringen sich häufig in Gefahr, wenn sie ihre Kinder schnellstmöglich aus der Schule abholen wollen. Via Handy erhalten Eltern und Schulen nun Wetterwarnungen. Sobald die Schule alle Kinder in Sicherheit gebracht hat, werden die Eltern auch darüber informiert und angehalten, zu Hause zu bleiben. Hat sich das Wetter beruhigt, erhalten die Eltern Informationen über den sichersten Weg zur Schule.

Zukünftig soll die Software auch von Unternehmen gewerblich genutzt werden können. Das ermöglicht neue Absatzmärkte. „Wir bieten daher auch Unterstützung für Firmen, die unser Tool zukünftig nutzen wollen. Dazu gehört auch, auf ethische und rechtliche Probleme, wie den Datenschutz, hinzuweisen und eine realistische Bewertung der Marktchancen möglicher Produkte aufzuzeigen. Eine App, die vor Flut warnt, macht in Paderborn beispielsweise keinen Sinn", erklärt Dr. Jens Pottebaum, der das Projekt auf Seite der Universität Paderborn koordiniert.

Über 30 Kooperationspartner aus Forschung und Industrie arbeiten an ANYWHERE. Die EU fördert das Projekt bis Ende 2019 mit zwölf Millionen Euro.
 

Weitere Meldungen des HNI: http://www.hni.uni-paderborn.de/aktuelles-veranstaltungen

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